Lang Distanz mit dem Fahrrad

Um es gleich vorne Weg zu nehmen, ich bin kein Long Distanz Cyclist (Lang Distanz Radfahrer). Das sind die Gruppe von Radfahrern, die das was ich ausnahmsweise an einem Tag fahre, mehrere Tage hintereinander fahren.

Aber meine Grundkondition macht es mir möglich durchaus auch mal eine Distanz von mehr als 100 Km am Tag zu machen.

Es gibt seit Corona den Muskathlon@home, an dem ich jedes Jahr teilnehme, dort kann man mit Sport/Radfahren Spenden für Notleidende Menschen sammeln. In dem Zusammenhang habe ich dann meine bis dahin höchste Tagesdistanz von 230km um 20km erhöht.

Aber fangen wir vorne an. Ich war dienstlich in Hamburg und hatte mein Fahrrad mit dabei. Da kam mir der Gedanke, ich könnte ja versuchen, von Hamburg nach Detmold zu fahren. Am 1.06.2024 bin ich dann morgens um 3.30 Uhr aufgestanden

IMG_5419

 

 und gegen 4.00 Uhr am Hotel gestartet.

IMG_5422

Dann ging es vorbei an der Elphi (Elphilharmonie)

IMG_5425und dann zum alten Elbtunnel. Ist schon beeindruckend, das man mit dem Rad unter der Elbe lang fahren kann.

IMG_5429

In Eißendorf habe ich dann die Hamburger “Berge” kennen gelernt abwechslungsreiche Strecke, mit doch einigen HM.

IMG_5441

Es gab auch Gravelabschnitte mit Steigungen.

Man passiert öfter mal die Autobahn

IMG_5442

und arbeitet die Strecke so langsam ab. Es geht über die Wümme und durch Rotenburg Wümme. Die Nächste mir bekannte Ortschaft ist Verden an der Aller.

IMG_5453

Kurz vor Verden sind die ersten 100 Km geschafft.

Dann geht es mit der Fähre über die Weser in der Nähe von Schweringen.

IMG_5457

Ganz angenehm habe ich die Trinkhaltestelle ca. 40 Km vor Minden in Erinnerung, wo ich ein nettes Gespräch mit dem Besitzer hatte und ganz viel Milch und Kakao trinken durfte.

IMG_5468

Irgendwann erreiche ich die Weser und bald bin ich in Minden. Hier sind 200 Km auf dem Tacho.

IMG_5472

In Minden wird die Energie mit einem großen Erdbeerbecher und einem Milchshake aufgefüllt

IMG_5475

und dann mache ich mich an die letzten 50 Kilometer. In Vlotho geht es dann noch mal richtig bergauf. Aber irgendwann, ist das auch geschafft. Gegen 16.00 Uhr bin ich zu Hause. Es waren gut 1000 HM, 250 KM, Fahrzeit gut 10h /Durchschnittsg. 24,96

Wir bekommt man das hin, eine solch lange Tagesdistanz zu fahren, tut einem danach nicht alles weh?

Ich bin da wie gesagt kein Experte, aber hier ein paar Tipps für den Ü 50 Radler:

  1. Es hilft viel, wenn man täglich Rad fährt, ich fahre im durchschnitt 25-30 Km/Tag. Immer bei jedem Wetter.
  2. Das Fahrrad sollte perfekt auf dich eingestellt sein und der Rahmen zu deinen Körpermaßen passen (hier habe ich mit der Firma Patria sehr gute Erfahrungen gemacht). Bikefitting kann da helfen. Schmerzt nach einer 100 Km Distanz nicht irgend etwas bsonders, passt das Rad in der Regel. Stahl ist ein wenig schwerer als Alu oder Carbon, das mit dem Gewicht würde ich nicht überbewerten, das Fahrrad das Komfortabel ist, ist hier dem ultraleichten, brettharten Carbonrenner vorzuziehen.
  3. Du solltest eine Radhose tragen mit der du schon öfter mal lange Distanzen gefahren bist (hier kann ich die Bibs von Vaude empfehlen)
  4. Breite Reifen erhöhen den Komfort und schonen den Körper, hier geht Komfort vor Aerodynamik.
  5. Gefederte Sattelstütze, dämpft die Schläge der Fahrbahn, es reduziert einfach die Belastung.
  6. Aero Bar, reduziert den Windwiderstand und sorgt für Entlastung des Schulternackenbereichs.
  7. Ein gut eingefahrener Brookssattel, reduziert Sitzprobleme. Grundsätzlich sollten dein Hintern und der Sattel auf dem du fährst, sich sehr gut kennen.
  8. Genug Flüssigkeit und Essen mit am Rad, und das futtern wo du gerade Hunger drauf bekommst.

 

 

 

 

 

Veröffentlicht unter News

Das perfekte Reiserad 2.0

2018 habe ich ein Video zum perfekten Reiserad gemacht. Grundsätzlich hat sich an meiner Einstellung dazu nichts geändert. Ich halte das 26 Zoll Reiserad unverändert, für die beste Option.  Wer dazu mehr wissen will kann sich gern mein Youtube Video, das Perfekte Reiserad oder mein Patria Argos Update angucken. 

Ich beobachte den Reiseradmarkt sehr genau, und man muss leider feststellen, das das 26 Zoll Reiserad, nur noch von sehr wenigen Herstellern angeboten wird. Es ist auch unschwer zu erkennen, das die Ersatzteilversorgung hier im europäischen Raum zunehmend schlechter wird.

Das bedeutet nicht, das man keine Felgen und Reifen mehr bekommt, sondern das diese Artikel bei den Radhändlern erst bestellt werden müssen und man kurzfristig sein Rad nicht mehr schnell repariert bekommt wenn man z.B. einen Defekt an der Felge hat.

Blöd für mich, weil ich nur 26 Zoll Räder besitze und für das perfekte Reiserad ist eine gute Ersatzteilversorgung eben auch ein sehr wichtiges Kriterium. das_perfekte_reiserad_2.0IMG_8209Ihr seht hier mein altes 26 Zoll Terra, das ich zum 27,5 Zoll Reiserad umgebaut habe, in diesem Beitrag geht es darum, wie ich mir mein perfektes Reiserad in 2024 vorstelle. Das Thema Bikepacking gehöhrt aktuell natürlich mit zum Thema Reiserad, denn ein Bikepacking Rad ist nichts anderes als ein Rad auf dem man mit leichtem Gepäck reist, also eigentlich auch ein Rad zum Reisen man könnte also sagen es ist auch ein Reiserad.

Mit meinem Patria Terra verbinden mich sehr viele schöne Erinnerungen und ich weiß, das der Rahmen sehr stabil unter Beladung läuft, darum habe ich mich entschlossen das der Rahmen ein Update bekommen sollte.

Die Farbe an meinem Patria Terra sollte erneuert werden, weil sie durch den Ganzjahresbetrieb verschlissen war. Ja, auch Farbe am Stahlrahmen ist ein Verschleißteil.

Durch die langen Kettenstreben kam mir der Gedanke, das in dem Rahmen genug Platz für einen breiten 27,5 Zoll Reifen ist, wenn man die Querstege an den Ketten-und Sitzstreben versetzen lässt. Problem war an dieser Stelle dann die Gabel, ich wollte gern eine Gabel mit Feingußgabelkopf,

das_perfekte_reiserad_2.0IMG_8227

weil die eine niedrigere Einbauhöhe hat, als die alte Unicrown-Gabel (Würde man eine 27,5 Unicrown-Gabel einbauen würde das Tretlager zu hoch kommen). Gleichzeitig sollten in den Rahmen aber 60 mm Breite Reifen passen. Auf dem deutschen Markt habe ich keinen Gabelkopf gefunden, der einen Durchlauf für so breite Reifen hat. Internet sei dank, gab es in den USA einen Anbieter für einen entsprechenden Feingußgabelkopf. Also ist eine komplett neue Gabel gebaut worden. Weil der Rahmen dann sowieso bei Patria zum Umbau war, habe ich gleich sämtliche Ösen für ein Bikepacking Rad einlöten lassen.

Aber lasst uns mal ein Blick auf die Details von meinem Patria Terra Update werfen:

Reiserad:

das_perfekte_reiserad_2.0IMG_8180

  • Packtaschen, ich nutze schon seit vielen Jahren die Vaude Aqua Taschen, für das neue/alte Rad gibt es jetzt dann auch mal neue Packtaschen. Wasserdichte Taschen sind für mich ein Muß. Wenn man nach einem Tag im Regen auch noch einen nassen Schlafsack hat, dann macht das keinen Spaß. Was ich an Vaude besonders schätze ist, das meine neuen Packtaschen aus recycelten Material bestehen. Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit sind ein wichtiger Teil der Firmen Philosophie.
  • Rahmentaschen und Toptubetasche sind von Gramm
  • Träger hinten ein Tubus Logo Edelstahl, Vorne ein Kocmo S-Type, Highrider Rando V5 Ti Rack.
  • Schutzblech Rene Herse Smooth Fenders 650B for 48-60 mm tires (H98 650B)
  • Reifen Rene Herse Umantum Ridge 27,5 2.2
  • Felgen DT Swiss HX 491 bis 150 Kg belastbar
  • Sattel Brooks B 17
  • Naben vorne der alte SON 28 hatte nach knapp 45000 TKM neue Lager bekommen hat einen größeren Nabenflansch, der das Laufrad stabiler macht und muss nicht entspeicht werden wenn die Lager gewechselt werden müssen.
  • Beleuchtung SON Edelux II und BUMM Miu
  • Hinten Rohloff auch vom Terra übernommen gut eingefahren keine Probleme bis jetzt hat neue Flanschringe bekommen.
  • Riemenantrieb von Gates CDX die Riemenscheibe vorne hat jetzt 48 Zähne hinten 20 und der Riemen hat eine Länge von 180. Damit habe ich exakt die gleiche Übersetzung wie am 26 Zoll Terra mit 50/20.
  • Geschaltet wird mit der Gebla Rohbox
  • Klingel Spur Cycle
  • Für die selbständige Energieversorgung auf Tour ist der Sine Wave Reaktor verbaut.
  • Sattelstürtze By Schulz G2 ST
  • Bremse ist eine TRP Spyre mit 180er Discs

Da das Rahmendreick mit der Rahmentasche ausgefüllt ist, sitzen die Flaschenhalter jetzt an den Gabelscheiden und an den Sitzstreben.  Die Gabel-Flaschenhalter können zusammen 1,5L aufnehmen, die großen Flaschenhalter hinten können zusammen 3L Flüssigkeit aufnehmen. Die Flaschenhalter/Anything Cages hinten sind extra so hoch gesetzt worden, das man diese noch mit Packtaschen und dem Tubus Logo nutzen kann

 

Bikepacking:

das_perfekte_reiserad_2.0IMG_8258

Natürlich ist ein Bike Packing Rad mit leichteren Teilen ausgestattet, aber für mich geht es darum den Luftwiderstand auf Tour zu reduzieren und dann leichter und schneller unterwegs zu sein. Will man die Aerodynamik verbessern, kann man die Forkpack und Santos Hold All noch abbauen, das reduziert minimal den Luftwiderstand. Mit den Armaufliegern/Aerobars wird die Aerodynamik auch verbessert, auch dadurch ist man dann noch etwas zügiger unterwegs.

  • Vaude Trail Saddle
  • ZEERA HANDLEBAR BAG SYSTEM, verbunden mit der Vaude Trailfront Lenkerrolle
  • Vaude Trailmulti Fork Pack
  • Santos Hold All
  • Vaude Dry Bag
  • Gramm Tourpacking Rahmen- und Top Tube Taschen

Randonneur:

das_perfekte_reiserad_2.0IMG_8233_bearb

Beim Randonneur bewegt man sich zwischen Bikepacking und Biketouring. Das Gepäck wird etwas reduziert man ist aber immer noch etwas komfortabler unterwegs als beim reinen Bikepacking, wo man sich wirklich nur auf das nötigste reduziert.

Für mich ist dieses Rad ein Triathlet, eine Eierlegedendewollmilchsau oder eben ein Generalist, das einen sehr breiten Einsatzzweck hat. Man könnte es auch zu einem Gravelbike umbauen und die Schutzbleche und den Ständer abbauen, das macht das Rad dann nochmal ein knappes Kilo leichter. Also bin ich für viele unterschiedliche Abenteuer vorbereitet, wenn 26 Zoll irgendwann nicht mehr verfügbar sein sollte.

das_perfekte_reiserad_2.0IMG_8318

Vaude Aqua Box Historie

Ich bin seit über 30 Jahren leidenschaftlicher Radfahrer, besonders hat es mir das Radreisen/Radtouren angetan. Aktuell ist natürlich auch Bikepacking ein Thema, aber dazu im nächsten Beitrag mehr. Ich habe schon Lenkertaschen unterschiedlicher Hersteller ausprobiert. Meine erste Lenkertasche war von Tatonka, leider nicht Wasserdicht. Danach gab es eine von Ortlieb schon besser, die war Wasserdicht, aber leider war der Deckel so instabil, das sich dort, wenn die Tasche nicht ganz voll war, immer eine kleine Pfütze bildete. Seit 2009 bin ich mit Vaude Produkten unterwegs und im Fundus hat sich einges angesammelt. Ich habe mal die Taschen verglichen und habe einen aktuellen Favoriten.

Vaude-Aqua-BoxIMG_8146

Alles hat mit der silbernen Aqua Box von 2009 angefangen, dann kam das Nachfolgemodell (zweite von Rechts nach Links), dann habe ich mir die Vaude Proof Box gekauft und Lydia bekommt für ihr neues Bike die aktuelle Vaude Aqua Box Lenkertasche.

Vaude-Aqua-BoxIMG_8151

Wenn man sich die Rückseiten anschaut, dann fällt auf das die Klickfix Adapter auf unterschiedlicher Höhe an der Tasche fixiert sind. Am höchsten hängt die graue Aqua Box am tiefsten die Vaude Proof Box und somit ist auch der Schwerpunkt tiefer, was sich angenehm auf die Fahrweise auswirkt, ein weiterer Vorteil ist das ich die Tasche noch unter meinem Aerobar montieren kann.

Aber werfen wir mal einen Blick auf den Oldtimer von 2009 mittlerweile 15 Jahre alt,

Vaude-Aqua-BoxIMG_8168

es gab eigentlich keinen Grund eine neue Tasche zu kaufen, denn die silberne ist ja noch heile. Vorteil ist ganz klar die große Kartentasche im Innenraum gibt es eine abnehmbare Innentasche die mit Klett fixiert ist.

Vaude-Aqua-BoxIMG_8163

Nachteil ist, das die Lenkertasche mit Druckknöpfen geschlossen wird, das funktioniert zwar ist aber manchmal etwas fummelig. Das ist bei den neuen Taschen besser gelöst.

Der Nachfolger war, wenn ich mich richtig erinnere ab 2018 verfügbar.

Vaude-Aqua-BoxIMG_8166

Vorteil war der neue Klickfix Verschluss auf der Rückseite, einhändig zu öffnen was mir nicht gefallen hat, ist der Schlitz auf dem Deckel an dem man die Kartentasche fixiert. Was mir auch nicht gefallen hat ist das die Tasche so hoch hängt, der Klickfix Adapter ist mir zu weit unten fixiert.

Vaude-Aqua-BoxIMG_8160

Gut gelöst ist auch die herausnehmbare Innentasche, die man auch als Gürteltasche verwenden kann.

Dann kam die Vaude Proof Box heraus,

Vaude-Aqua-BoxIMG_8156

Ich finde es super, das man draußen Kleinigkeiten (z.B. Windweste) fixieren kann. Die Tasche hängt schön tief, lässt sich einhändig öffnen und passt unter meinen Aerobar.

Vaude-Aqua-BoxIMG_8158

Innen hat sie ein paar kleine Fächer und eine Schlüsselfixierung ist gut versteift und macht einen sehr aufgeräumten eindruck. Die Innentasche kann man nicht heraus nehmen (Ich habe das nie benutzt, und werde das auch nicht vermissen). Das einzige was vielleicht an der Tasche fehlt, ist die Möglichkeit eine Kartentasche zu fixieren, da ich aber überwiegend mit GPS naviegiere, habe ich die Karte zwar oft noch mit, brauche sie aber nicht permanent im Blickfeld, kann also ganz gut mit dem Nachteil leben.

Kommen wir zur ganz neuen Vaude Aqua Box,

Vaude-Aqua-BoxIMG_8153

der Klickfix Adapter ist auf der Höhe der Tasche von 2009, sie hängt tief genug, man kann auf dem Deckel kleine leichte Dinge fixieren. An den Kordeln kann man auch eine Kartentasche befestigen.

Vaude-Aqua-BoxIMG_8154

Die Innentasche ist drinnen fest genäht und kann nicht abgenommen werden.

Fazit, mein aktueller Favorit ist die Vaude Proof Box, dicht gefolgt von der ganz neuen Aquabox, beide Taschen sind aus recyceltem Material.

Was ich an Vaude sehr schätze ist der Umweltgedanke und die Nachhaltigkeit der Produkte.

 

Veröffentlicht unter News

New Bike Day

Neben dem Radfahren, ist das Planen und der Aufbau neuer Räder, eins meiner Hobbys. Aktuell plane ich mit Patria, meinen Traum Randonneur. Hier kann man den Rahmen im RAW Format schon einmal sehen. Ein paar Kleinigkeiten sind noch zu erledigen.

randonneurRandonneur-RAW0

Ich fahre gern Reiseräder, aber diesmal steht eine hohe Zuladung und die Belastbarkeit nicht im Vordergrund. Reiseräder sollten für mich, mit knapp 80 Kg Eigengewicht, schon eine Zuladung von 160 Kg haben. Ein Randonneur (von franz. Wanderer) ist eher ein leichtes Langstreckenrad, das eine geringe Zuladung verträgt. Die Laufräder werden bis 130 Kg belastbar sein, der Rahmen bis 140 Kg.

Im Winter ist dann meistens Laufradbau angesagt.

randonneurIMG_78450

Wenn das Wetter draußen ungemütlich und nass ist, fahre ich zwar auch nahezu täglich Rad, aber das ist dann ein guter Zeitpunkt meinem anderen Hobby nachzugehen und z.B. Laufräder aufzubauen. Für unterschiedliche Projekte, habe ich diesen Winter 6 Laufräder aufgebaut. Ich werde dazu dann beizeiten Berichten. 

Der Randonneur, wird eine Rohloff bekommen.

randonneurIMG_78630

O.K. an der Stelle setze ich nicht auf Leichtbau, sondern auf Zuverlässigkeit. Ich habe mittlerweile mehr Kilometer mit Rohloff Naben zurück gelegt, als mit Kettenschaltung. Die Kettenschaltung ist natürlich, das leichtere System und spart gut 700 g. Aber dafür macht die Rohloff keinen Ärger und ist bewährt. Optional habe ich mir die Möglichkeit offen gehalten, eine Kettenschaltung verbauen zu können, falls der Gewichtsaspekt dochmal in den Vordergrund rückt. Das wäre aber für mich nur dann ggf. ein Thema, wenn ich doch mal Paris-Brest-Paris fahren sollte. Aber ich bin mir noch unsicher, ob so ein Langstreckenrennen mit der Vorbereitung und den Brevets die man vorher fahren müsste, wirklich etwas für mich ist. Ich fahre gern Langstrecke, aber das unter Zeitdruck zu machen, ist eine andere Geschichte.

Veröffentlicht unter News

Rohloff gebraucht kaufen?

Lohnt es sich ein Rohloff gebraucht zu kaufen?

RohloffIMG_78660

Bis vor kurzem hätte ich gesagt, klares Ja.

Heute muss man sagen, es kommt darauf an. Auf dem Bild ist eine Rohloff ohne Bremsscheibenaufnahme für Felgenbremse zu sehen, für 500,- € bei E-Bay Kleinanzeigen gekauft. Baut man die in einen Rahmen für Felgenbremse ein, hat man ca. 500,- bis 600,-€ gespart. Guter Deal für etwas was so lange so zuverlässig läuft wie diese Naben.

Findet man eine Nabe mit Discaufnahme für 600,-€, trifft das gleiche zu, diese kann man wenn man sie neu einspeicht, natürlich sowohl für Felgenbremse, als auch für Scheibenbremse nutzen, ebenfalls ein guter Deal.

Kauft man wie ich eine Nabe für Felgenbremse und möchte diese auf Disc umrüsten, dann ist das bisher so gewesen, das man die Nabe zu Rohloff gesendet hat, ca. 250,- bis 300,- € für den Umbau gezahlt hat, dann hat man immer noch 300,- im Vergleich zum Neukauf gespart, immer noch ein guter Deal.

Leider hat sich für das letzte Beispiel die Situation komplett geändert. Würde man heute eine ältere Nabe zu Rohloff für den Umbau einsenden, dann muss man damit rechnen, das zusätzlich zu den Kosten für den Umbau der Nabe auf Disc 300,-€ noch zusätzlich ca. 300,-€ für eine Revision bezahlt. Dann hat man für eine gebrauchte Rohloff 1100,-€ gezahlt, das lohnt sich nicht mehr. Dann würde ich dann den Neukauf empfehlen.

Die Revision ist abhängig von:

• ab 5 Jahre +: mit jährlich zunehmende Wahrscheinlichkeit (abhängig von Pflege, Nutzung, Wartungshistorie & Alterung)
• ab 10 Jahre +: mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund des Alters
 
Zu berücksichtigende Faktoren → Wartungshistorie des Fahrrades (beim Fachhandel) ist ein wichtiger Indikator.
 
Es wird bei Rohloff anhand der Historie einer Nabe immer eine Einzelfallentscheidung getroffen.
 
Fazit ist, auf dem Gebrauchtmark immer die Nabe kaufen, die in den Rahmen passt. Für Felgenbremsrahmen kann man eine Nabe ohne Discaufnahme kaufen, da man die Rohloff auf Grund ihrer Langlebigkeit aber durchaus in den nächsten Rahmen übernehmen kann, würde ich für mich auf dem Gebrauchtmarkt heute nur noch eine Rohloffspeedhub mit Disc-Aufnahme kaufen. Ansonsten würde ich empfehlen im Vorfeld mit Rohloff Kontakt aufzunehmen und Nachzufragen welche Kosten anfallen werden und dann zu entscheiden ob sich das lohnt.
Veröffentlicht unter News

Ökobilanz 2023

In 2023 habe ich 11855 KM geradelt. Leider habe ich es dieses Jahr nicht geschafft, mein Ziel von 12000KM zu erreichen. Anfang November bin ich dann, und das ist mir gefühlt die letzten 20 Jahre nicht passiert, wirklich mals krank gewesen und konnte 1,5 Wochen kein Rad fahren, weil ich mit Fieber im Bett lag. Aber gegen Virusinfekte nützt auch ein stabiles Immunsytem, nicht immer etwas. Erschwerend kam hinzu, das wir über einen Zeitraum von 8 Wochen eine stabile Tiefdruckwetterlage hatten. Ich kann mich nicht dran erinnern, das es mal einen Zeitraum gab in dem ich fast täglich meine Regenkleidung gebraucht hätte. Bei Sturm und Daueregen reichten mir dann meine täglichen 20-30 KM, da war selbst ich nicht motiviert mich für Trainingsfahrten nochmal aufs Bike zu schwingen. Man sollte halt nicht krank werden, dann wäres es minimal 200 KM mehr gewesen und ich hätte mein persönliches Ziel erreicht. Aber die Ökobilanz ist trotzdem eine Gute und es ist gut für mich und die Umwelt (und für die Fahrradindustrie) täglich Rad zu fahren. Denn den meisten Infekten schlage ich dadurch ein Schnäppchen. Wenn ihr eure Ökobilanz ausrechnen wollt, dann könnt ihr das hier machen.Ökobilanz 2023

Veröffentlicht unter News

Der Rene Herse Umtlulips Ridge ein Ganz Jahres Reifen für das Fahrrad?

Viele meiner Räder könnte man als Allroadbike bezeichnen. Nun fehlte dem Allroadbike noch ein Allyeartire (ein Reifen für das ganze Jahr). Ich habe hier schon viel ausprobiert. Erst bin ich sehr grobstollige MTB Reifen gefahren, dann den Conti Spike Claw mit Spikes, nur an der Seite. Aber die Winter wurden immer milder und darum machte es wenig Sinn Reifen mit Spikes im Winter zu fahren, weil Spikes nur auf vereisten Oberflächen notwendig sind. Bei Schnee reicht ein Reifen mit groben Profil.

Dann bin ich auf die Reifen von Rene Herse aufmerksam geworden. Habe Erfahrungsberichte dazu gelesen und irgendwann viel Geld ausgegeben und mir erst den Rat Trap Pass gegönnt. Super Reifen für Gravel und Straße. Aber wegen dem fehlenden Profil halt so gar nichts für den Winter. Meine Erfahrung ist, das Rene Herse Reifen wirklich leichter laufen als die Reifen, die ich bis dahin gefahren bin. Als dann an meinem alten 26 Zoll Patria Trail Graveller (ist quasi ein Patria Trail mit Rennlenker oder mit Surly ECR Gabel ein Tribos in 26 Zoll)  der Schalbe Nobby Nic abgefahren war, habe ich nochmal tief in die Geldbörse gegriffen und mir den zweiten Satz Rene Herse gekauft, diesmal mit Stollen (Nobbies). Den Rene Heres Humtulips Ridge. Beim Humtulips Ridge sitzen die Stollen deutlich dichter zusammen, als an meinem Schwalbe Nobby Nic. Die Frage war, reicht der geringere Abstand der Stollen für das Radfahren im Schnee, oder setzt sich das Profil gleich zu.

Ende November fielen dann überraschend über Nacht gut 10 cm Schnee. Für uns in Lippe im Herbst, eine ganze Menge. Also perfekte Testbedingungen für den Humtulips Ridge. Ich für mich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es ist im Schnee genug Gripp da und der Humtulips Ridge fährt sich im Schnee genauso gut wie ein Reifen mit größeren Abständen zwischen den Stollen. 

Ich habe also meinen Allyeartire (Ganzjahresreifen) für mein Allroadbike gefunden. Selbst im tiefsten Schnee, konnte ich immer noch fahren (Ist natürlich sehr Kräftezehrend) Der Humtulips Ridge läuft auf Asphalt fast so gut wie der Rat Trap Pass, ist deutlich leiser als andere MTB Reifen. Jan Heine nennt das Noise Cancelling. Der Reifen hat somit einen ganz breiten Einsatzbereich und müsste ich mich für einen von den beiden 26″ Rene Herse Reifen entscheiden, und ich hätte nur ein Fahrrad, dann wäre meine Wahl eindeutig der Rene Herse Humtulips Ridge.

 

 

 

 

Veröffentlicht unter News

Dienstantritt der neuen Vaude Pavei Radschuhe

Mittlerweile hat mein Vaude Kimon (siehe Bericht vom 10.2022) mehr als 70000 Km auf den Cleats. Ich konnte mich wirklich nicht von ihm trennen, obwohl er eigentlich letztes Jahr im September schon starke Verschleißerscheinungen hatte. Aber er war immer noch dicht. Ein wirklich gutes, unauffälliges Produkt. Ab und an mal ein paar neue Schnürsenkel und gut wars. Der Schuh wurde von mir bei jedem Wetter in jeder Jahreszeit gefahren, hat seit 2016 alle Touren mitgemacht. Wir haben viel zusammen erlebt. Aber wie man sehen kann,

Vaude_radschuheIMG_75930

ist jetzt wirklich der Riss im Schuh so groß, das die Leute mir demnächst wahrscheinlich Geld spenden werden, damit ich mir neue Schue kaufen kann. Um dem zuvor zu kommen werden die Vaude Kimon jetzt durch die Vaude Pavei STX ersetzt.

Vaude_radschuheIMG_75910

Die Latte liegt hoch, wenn in 7 Jahren dann wieder 70000 Km auf dem Schuh-Tacho stehen, dann hätte Vaude einen würdigen Nachfolger hergestellt. Ich werde das für euch mal beobachten und berichten.

Veröffentlicht unter News

Männliches Modell für den neuen Patria Fahrrad Katalog

Mit der Firma Patria bin ich schon seit 2009 verbunden. Dort werden sehr schöne Stahlrahmen Bikes gebaut. Selbst für jemanden wie mich, der immer sehr spezielle Wünsche hat, wurde bisher immer eine Lösung gefunden. Wenn man weiß, was man wo wie haben will, dann geht das, weil dort der Rahmenbau genau nebenan ist. Zusätzliche Ösen hier, Blackburnöse da oder das Oberrohr länger wegen spezieller Körpermaße geht und macht die Individualsierung einfach. Als Jochen Kleinebenne mich dann neulich fragte ob ich denn vielleicht als Männliches Fahrradmodell mit nach Südtriol kommen könnte, habe ich den Wunsch sehr gern erfüllt.

Patria-ShootingIMG_0482_hell0

Ich hatte sehr viel Spaß unterschiedliche Fahrräder zu fahren, Patria hat ein sehr breites Portfolio an Fahrrädern. Reiseräder, Rennräder, Mountainbikes, Gravelbikes und E-Bikes.

B64792DC-A015-426C-980D-B23940B120A4_1_105_c

Ich bin jemand, der eine sehr hohe Fahrradaffinität hat und für mich gab es nichts schöneres, als in einer sehr schönen Landschaft, sehr schöne Fahrräder zu testen. Ich mag sehr 26 Zoll Räder, ich mag die Stabilität, Dynamik und die Wendigkeit der kleinen Laufräder, ich habe für mich herausgefunden, das auch 27,5 Zoll Potential hat und Optional wäre das Modell Kosmos mit 27,5 Zoll eine Alternative zum 26 Zoll Terra, das ich schon viele Jahre fahre.

Ein Freund des E-Bikes bin ich nicht und ich hoffe sehr, das ich noch sehr lange ohne Motor fahren kann. Aber ich fand es sehr schön, das die die Patria E-Bikes, wenn der Motor aus ist, wie ein normales (wenn auch ein schweres) Fahrrad fahren. Ich konnte nicht feststellen, das im Tretlagerbereich merkliche Reibungsverluste auftreten.

Patria-Shooting20230928-DSC047270

Mein absoluter Favorit ist das neue Patria Tribos ein Stahl-Gravelbike. Mit 27,5 Zoll Reifen und Rohloff ein Träumchen. Es fährt sich On- wie Offpavement wirklich sehr gut. Ich finde auch gerade die filigrane Stahlgabel sehr passend zum Rest des Stahlrahmens. Aktuell werden ja gerne, schöne Stahlrahmen mit Carbongabeln aufgebaut. Natürlich ist die Carbongabel leichter, aber ich bin gespannt ob in 30 Jahren, wenn die Stahlgabel immer noch heile ist, das auf die Carbongabel auch zutrifft. Beim Modell Tribos sitzen sogar schon alle Ösen da, wo ich sie sonst immer haben wollte. Mal gucken ob in der Garage noch ein Platz für ein Fahrrad ist (aber nicht meiner Frau verraten ;-)).

 

Stilfser Joch mit meinem Patria Randonneur 2023

Als ich 2020 die Via Claudia Augusta gefahren bin, habe ich in Glurns übernachtet. Auf dem Campingplatz hat mich jemand gefragt, ob ich denn auch den Stelvio fahren wollte. Ich hatte keine Ahnung, was der Stelvio ist. Also habe ich nachgefragt und gelernt, das der Passo di Stelvio auch Stilfser Joch genannt, der zweithöchste Alpenpass Europas ist und der Höchste Alpenpass Italiens. Er hat 48 Kehren der Anstieg ist von Prad aus 26 Km lang und es erwarten einen 1832 Höhenmeter am Stück, viele Rennradfahrer bekommen leuchtende Augen wenn sie vom Stelvio sprechen. Damals habe ich gedacht, da versuchst du irgendwann mal hochzufahren. 

Stilfser-Joch-23IMG_39100

Seit 2020 stand also der Stelvio auf meiner Bucketlist, dieses Jahr im September war ich dann in Prad und habe mein leichtestes Patria den Randonneur genommen (immer noch knapp 14KG) und habe versucht, ob ich den Stelvio hoch komme. Erst habe ich darüber nachgedacht fast alles abzubauen, was ich für die Auffahrt nicht brauche, doch dann wollte ich für mich wissen, ob ich den Ranndonneur mit Gepäackträger, Ständer, Schutzblechen und Lichtanlage auf den Stelvio fahren kann.

Also starte ich morgens gegen 10.00 Uhr in Prad und komme zuerst an einem kleinen Freilicht-Museum von Lorenz Kunzner mit bunten Pfählen vorbei.

Stilfser-Joch-23IMG_39110

Die Straße führt an einem Gebirgsbach vorbei und schön ist, das es sogar am Anfang einen Radweg gibt.

Stilfser-Joch-23IMG_39120

Lydia mag so lange Anstiege nicht, ist aber so nett mich heute mit dem Auto zu begleiten und ein paar Bilder von mir zu machen. ansonsten bin ich aber self supportet unterwegs, ich habe also alles am Rad oder im Trikot, was ich für den Anstieg und die Abfahrt brauche.

Stilfser-Joch-23IMG_74060

Es geht natürlich sofort bergauf bis zur Stilfser Brücke die Steigung bis dahin bwegt sich zwischen 4-7%.

Stilfser-Joch-23IMG_74280

Danach könnte man dann rechts nach Stilfs abbiegen und wäre nach 2 Km schon fertig. Aber zum Stilfser Joch geht es weiter geradeaus. Soviel sei an dieser Stelle verraten, der schwierige Teil kommt noch ;-).

Stilfser-Joch-23IMG_39200

Also weiter bergauf. Richtung Trafoi.

Stilfser-Joch-23IMG_74220

Stilfser-Joch-23IMG_74590

Hier gibt es das Hotel Bella Vista auch schöne Aussicht genannt. Was bei dem Hintergrund ja ein zutreffender Name ist.

Stilfser-Joch-23IMG_74420

Die ersten Kehren habe ich hier schon passiert, zum Fotografieren viel zu gefährlich wegen dem hohen Verkehrsaufkommen.

Stilfser-Joch-23IMG_74500

Grundsätzlich sollte man sich darauf einstellen, das dieser Pass auch bei Sportwagen- und Motorradfahrern sehr beliebt ist. Es ist also viel los.

Hinter Trafoi wird es dann deutlich steiler. Das steilste Stück hat knapp 14% Steigung danach folgt eigentlich Kehre auf Kehre.

Stilfser-Joch-23IMG_39250

Stilfser-Joch-23IMG_74720

Erstes Zwischenfazit bei Kehre 41 hat man 7 Kehren geschafft.

Stilfser-Joch-23IMG_74800

Auf unserem Caddy hat Lydia mein zweites Fahrrad mit. Eine innere Stimme hat mir morgens zugeflüstert es vorsichtshalber mitzunehmen.

Stilfser-Joch-23IMG_39270

Nächstes Restaurant ist dann die Franzenshöhe bei Kehre 22. Im Hintergund kann man schön erkennen, was noch so vor einem liegt.

Stilfser-Joch-23IMG_39300

Es geht weiter bergauf, in den Kehren etwas steiler, sonst immer schön 8-9% Steigung.

Stilfser-Joch-23IMG_39330

Es lohnt sich auch immer mal zu schauen, was schon hinter einem liegt, die Aussicht über die Kehren ist atemberaubend.

Stilfser-Joch-23IMG_74860

Stilfser-Joch-23IMG_39320

Kehre 11 ist erreicht.

Stilfser-Joch-23IMG_75050

Stilfser-Joch-23IMG_39340

Kehre 7 ist auch geschafft.

Stilfser-Joch-23IMG_39390

Nach 47 Kehren bin ich irgendwann dann nach gut 3h bei Kehre 1 angekommen.

Stilfser-Joch-23IMG_39370

Der Blick zurück ins Tal ist Großartig, das es überhaupt möglich ist Straßen so in einen Hang zu bauen ist sehr beieindruckend.

Stilfser-Joch-23IMG_39420

Jetzt suche ich noch nach dem Schild mit der Passhöhe, das in den ganzen Touristenschops gar nicht so einfach zu finden ist. Ein E-Biker ist so nett von mir ein Foto zu machen.

Stilfser-Joch-23IMG_39430

Hier oben gibt es für die Radfahrer die das Stilfser Joch bezwungen haben, Radtrikots zu kaufen. Sogar zu einem recht ordentlichen Preis. Als Belohnung für die Quälerei, gibt es ein neues Trikot.

Jetzt liegt die Abfahrt vor mir. Schnell die Armlinge übergestreift und eine orange Windweste an, damit die Autos- und Motorradfahrer einen rechtzeitg sehen. Dann geht es los. Ich bin eigentlich nicht schüchtern bei den Abfahrten. Aber das hier ist anders als die Deutschen Mittelgebirge wo ich sonst unterwegs bin. Es gibt zwar Leitplanken und Mauern, aber die sind so niedrig, das sie wohl das Rad abbremsen, aber nicht den Fahrer. Also lasse ich es langsam angehen in der Abfahrt.

In Kehre 7 passiert es dann, mein Vorderrad fängt fürchterlich an zu schwimmen. Ich schaffe es gerade noch abzubremsen und dann ist der Reifen auch schon ganz platt. Dem Himmel sei Dank, ist das nicht in der Kehre passiert und eine Haltebucht ist auch in der Nähe. Es waren auch gerade keine anderen Fahrzeuge neben mir, obwohl echt viel los ist.

Zum Glück habe ich ja mein Service Fahrzeug mit dem Ersatzrad dabei. Was ich mir hier an Höhenmetern erarbeitet habe, will ich auch in der Abfhart genießen. Also werden schnell die Bikes getauscht, geflickt wird später. Mein Patria Trail Graveler hat eine Federgabel, die ich für die Abfahrt hier nicht wirklich brauche. Aber vorn ist eine 203er Bremscheibe, das passt perfekt für den Down Hill.

Stilfser-Joch-23IMG_75280

Ich komme sicher wieder unten am Campingplatz in Prad an. Haken dran am Passo dello Stelvio, der auf der Bucketlist stand.

Die nächste Herausforderung wird dann vielleicht der Col de l’Isèran in Frankreich, der höchste Alpenpass Europas (ist nur 12m höher). Steht schon auf der Liste ;-). So langsam finde ich gefallen am Pass Hunting. Die Großglocknerhochalpenstraße, und der Trollstiegen in Norwegen bin ich schon gefahren. Vielleicht mache ich eine Tradition daraus im Herbst Pässe hoch zu fahren. Time will tell.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Auswahl des richtigen Reifens

NSCR-DK-2023IMG_36770

Der Auswahl des richtigen Reifens kommt eine enorme Bedeutung auf der Tour zu und ist entscheident dafür, ob man auf den unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen spaß hat, oder sich quälen muss.

Seit einger Zeit fahre ich Rene Herse Reifen am liebsten den Rat Trap Pass in 26 Zoll. Dieser Reifen ist auf vielen Fahrbahnoberflächen sehr gut fahrbar. Er kommt aber ohne Profil, logischer Weise an seine Grenzen auf Schnee, Matsch und Sand.

Diesen Sommer war ich ja auf der NSCR in Dänemark unterwegs. Im Vorfeld wusste ich schon, das mich 15-20km Sandpiste am Strand von Lökken erwarten. Das war auch das Ausschlusskriterium für den Rat Trap Pass.

Alternativ habe ich dann den Rene Herse Humtulips Ridge aufgezogen. Vorteil an diesem Reifen ist, das er für einen Reifen mit Profil sehr leise läuft, das er sehr schnell läuft und man sich auch auf Asphalt mit ihm richtig in die Kurve legen kann. Am Strand hat dann das Profil für den nötigen Grip gesorgt.

NSCR-DK-2023IMG_37430

Aber was macht man, wenn im Vorfeld nicht klar ist, welche Fahrbahnoberflächen einen auf der Tour erwarten? Dann entscheidet man sich am besten für den Reifen mit Profil, dann ist man vor unangenehmen Überraschungen sicher und der Fahrspaß bleibt erhalten.

Veröffentlicht unter News

NSCR 2023 in Dänemark

NSCR-DK-2023IMG_37390

Es ist doch immer recht zeitintensiv, den Tourbericht zu schreiben. Bilder aussortieren und das erlebte Niederzuschreiben hat aber den Vorteil, das man eine schöne Datenbank hat, wo man dann vieles Nachlesen und Nachgucken kann. Für diejenigen für die der Tourbericht des dänischen Teils interresant ist, den könnt ihr (hier) nachlesen.  Vielleicht fragt sich der ein oder andere warum war Lydia nicht dabei. Warum nicht mit dem Tandem zusammen als Paar. Mir hat meine liebe Frau auch gefehlt. Aber nach einer Knie Op braucht das Gelenk ein wenig Ruhe. Wir hoffen nächstes Jahr wieder gemeinsam unterwegs sein zu können.

Veröffentlicht unter News

NSCR DK oder graveln in Dänemark 2023

Tag 1 Grena nach Hadsund 104.40km/532HM/24.88DKM/H

Dieses Jahr ist Bikepacking in Dänemark angesagt und ich starte direkt in Grenå am Fährhafen, wo die Fähre aus Schweden anlegt.

NSCR-DK-2023IMG_36490 NSCR-DK-2023IMG_36520

Unterwegs fasziniert mich dieser interessante Baum.

NSCR-DK-2023IMG_36540

Dann erreiche ich Meilgaard Slootspark, ein schönes Anwesen das sich aber leider in privat Besitz findet.

NSCR-DK-2023IMG_36580

NSCR-DK-2023IMG_36560

Kurz danach geht es dann doch recht steil bergan.

NSCR-DK-2023IMG_36600

NSCR-DK-2023IMG_36610

Das nächste Highlight ist die Fährfahrt über den Randers Fjord. Ich möchte gern mit Bargeld zahlen und habe mir den Betrag schon zurecht gelegt, aber in Dänemark zahlt man überwiegend elektronisch.

NSCR-DK-2023IMG_36650

Am frühen Nachmittag erreiche ich Hadsund.

 

Tag 2 Hadsund nach Saeby 107,13 Km/221HM/24.41DKM/H

Morgens passiere ich als erstes eine kleine Kirche in der Nähe von Hadsund.

NSCR-DK-2023IMG_36690

Danach geht es auf einem flachen gut asphaltiertem Weg durch den Wald. Zeitweise stehen die Bäume so dicht, das es den Eindruck macht als fährt man durch einen grünen Tunnel.

NSCR-DK-2023IMG_36720

Dänemark hat viele Schlösser, hier gab es leider nicht mehr Informartion. aber Schlösser sind mir nicht so wichtig, kurzes Foto und weiter geht es.

NSCR-DK-2023IMG_36750

Hinter dem Schloss geht es weiter auf gut ausbebauten Wirtschaftswegen und plötzlich stehe ich auf einem Singeltrail, aber laut meinem GPS Gerät bin ich richtig.

NSCR-DK-2023IMG_36760

Ich passiere ein Tor in einem sehr hohen Zaun und dann bin ich das erste mal für viele Kilometer auf dem dänischen Schotter unterwegs.

NSCR-DK-2023IMG_36770

Irgendwann später passiere ich ein Schafgitter im Boden, nur diesmal sind die Abstände größer als gewohnt. Liegt wohl daran, das die Elche die hier leben auch größere Füße haben. Lille Vildmoose ist das größte Naturschutzgebiet Dänemarks. Die reiche Natur und die wilden Elche machen es zu einem Paradies für Naturliebhaber.

NSCR-DK-2023IMG_36780

Danach überquere ich mit der Fähre den Limfjord und erreiche Hals. Ein schöner kleiner Ort, den ich aber schon von der letzten Tour mit der Familie kenne (Limjordtour der Cycling Family). Das war 2013 und ist jetzt 10 Jahre her. Es war eine schöne Zeit mit der ganzen Familie und Hund auf Tour zu sein und ich bin ein wenig wehmütig, das ich heute alleine unterwegs bin.

NSCR-DK-2023IMG_36820

NSCR-DK-2023IMG_36860

Dann ein Hinweisschild für einen Übernachtungsplatz, dort haben wir früher gern gezeltet. Übernachtungsplätze sind oft günstige und wenn sie von der Kommune sind, Zeltplätze auf denen man eine Nacht als Radfahrer umsonst Zelten darf. Oft ist man dort für sich alleine eine super Sache.

NSCR-DK-2023IMG_36880

Am frühen Nachmittag erreiche ich den malerischen Ort Saeby, hier ist für heute Endstation.

 

Tag 3 Saeby/Skagen/Hirthals 139.10Km/22.24DKM/h/270HM

Der Ort Saeby ist wirklich schön. Ich verlasse ihn Richtung Norden, und fahre Richtung Frederikshavn. Immer schön an der E 45 entlang auf einem Radweg. Mit Sicherheit nicht der schönste Abschnitte der NSCR.

NSCR-DK-2023IMG_36900

NSCR-DK-2023IMG_36910

Aber nach ca. 15 Km geht es links ab Richtung Skagen, nur noch 44 Km.

NSCR-DK-2023IMG_36920

Wasserfälle sind in Dänamrk sehr selten, darum lohnt es sich hier ein kurzer Snapshot.

NSCR-DK-2023IMG_36940

Danach geht es weiter auf der Panoramarute noch 24 Km bis Skagen. Nur fehlt hier leider das Panorama. Bis hierher kann man sich die Strecke eigentlich schenken. Keine lanschaftlichen Highlights. Also Kette rechts und go.

NSCR-DK-2023IMG_36960

Aber auf einmal verlässt der Radweg die Bunderstraße und es geht durch Dünen vorbei am blühenden Ginster und Lupinien auf einer Route, die wirklich ein schönes Panorama hat.

NSCR-DK-2023IMG_36970

NSCR-DK-2023IMG_36980

NSCR-DK-2023IMG_37010

NSCR-DK-2023IMG_37020

Irgendwann sehe ich ein Schild: Den tilsandede Kirke – die versandete Kirche. Abstecher von der Straße 1Km. Ein wenig Sightseeing schadet ja nicht. Hier waren wir mit unserem Ältesten vor über 27 Jahren.

NSCR-DK-2023IMG_37030

Ich ereiche Skagen und es geht auf direktem Weg zum Leuchtturm. 

NSCR-DK-2023IMG_37080

NSCR-DK-2023IMG_37090

NSCR-DK-2023IMG_37110

Dann muss ich natürlich noch zur nördlichsten Spitze von Jütland dort wo Nord- und Ostsee zusammen fließen. Erst muss ich das Rad durch die Dünen quälen. Aber am Strand kann ich dann sehr gut fahren.

NSCR-DK-2023IMG_37140

Erst überlege ich ob ich in Skagen übernachte.

NSCR-DK-2023IMG_37180

Entscheide mich dann aber spontan, doch noch nach Hirthals zu fahren. sind ja nur noch 50 Km und mit leichtem Gepäck dauert das dann nicht länger als gut 2,5h.

NSCR-DK-2023IMG_37200

Ca. 15 Km hinter Skagen wird dann wieder Asphalt zu Schotter und ich begegne vielen angetrunkenen Dänen auf dem Fahrrad, was nicht ganz ungefährlich ist, wenn diese kurz bevor ich überholen will, ins schlingern geraten.

NSCR-DK-2023IMG_37210

Ich rolle einen Wiesenweg hinuter und habe einen herrlichen Blick auf die Nordsee.NSCR-DK-2023IMG_37260

Irgendwann erreiche ich Hrithals.

NSCR-DK-2023IMG_37270

Noch ein kurzer Stopp am Leuchtturm, auch hier schwelge ich wieder in Erinnerungen (Cycling Family 2010 auf Großer Tour). Ab jetzt werde ich in Teilen immer wieder eine Strecke fahren die wir 2010 mit der ganzen Family geradelt sind. Aber das ist 13 Jahre her. Ich bin gespannt woran ich mich erinnere und ob die routenführung identisch geblieben ist.

NSCR-DK-2023IMG_37280

 

Tag 4 Hirthals nach Thorup Strand 98.83 Km/20.43 DKM/h/317Hm

Der Tag heute beginnt schon nach einem kurzem Asphaltabschnitt mit Schotter und aus der Vergangenheit weiß ich da kommt später noch Sand dazu.

NSCR-DK-2023IMG_37300

Das erste Highlight ist der versandete Leuchturm Rudbjerg Knude. Ich fahre ein Stück näher dran, spare mir aber die Besichtigung ganz aus der Nähe. Ich war ja mit der Family in 2010 schon hier. Außerdem sind hier unheimlich viele Menschen. Also fahre ich auf dem Schotterweg bis dahin wo der Tiefe Sand anfängt. Dann mache ich ein Foto und fahre weiter Richtung Lökken.

NSCR-DK-2023IMG_37340

NSCR-DK-2023IMG_37380

Lökken, auch das weiß ich noch sehr genau von 2010, bedeutet 15 Km auf Sand zu fahren, wunderschön abe auch ziemlich kräftzehrend.

NSCR-DK-2023IMG_37390

NSCR-DK-2023IMG_37430

NSCR-DK-2023IMG_37450

Danach geht es weiter auf Schotter oder wie man heute so schön sagt Gravel. Vielleicht fragt sich jemand ob ich ein Gravelbike habe. Nicht im heutigen Sinn, 26 Zoll ist für mich nachwievor eine der besten Laufradgrößen und es läuft prima, auch auf Schotter.

NSCR-DK-2023IMG_37490

 

Tag 5 Thorup Strand nach Nörre Voröpur 80.03 Km/22.49 DKm/h/213Hm

Das nächste Touristische Highlight ist der Bulbjerg. Bulbjerg ist der einzige Felsen Jütlands, welcher sich 47 Meter über dem Meer erhebt und unter anderem auch als “Jütlands Schulter” bekannt ist. Außer Vogelfelsen auf der Insel Bornholm, ist dieser der einzige Vogelfelsen auf dem Festland von Dänemark.

NSCR-DK-2023IMG_37540

NSCR-DK-2023IMG_37560

Danach wieder viele Kilometer Schotter. Ich erreiche Hanstholm, aber die Routenführung hat sich komplett verändert. Heute komme ich unterhalb des Leuchtturms heraus. Den möchte ich aber unbedingt besuchen. Alleine schon deshalb weil ich mit meiner Familie dort war. Das bedeutet erstmal vom Meer eine ziemliche Steigung bis hoch zu Leuchtturm.

NSCR-DK-2023IMG_37570

NSCR-DK-2023IMG_37580

Meine Tour endet heute in Thorup Strand. Hier ziehen die Fischer ihre Boote immer noch auf den Strand. Zumindest das, hat sich in den letzten 13 Jahren nicht verändert. Die unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen haben mich sehr viel Zeit und Kraft gekostet. Aber es ist von den Highlights der schönste Tag gewesen heute.

NSCR-DK-2023IMG_37590

 

Tag 6 Nörre Voropur nach Thorsminde 90.03Km/22.37 DKM/h/213 HM

Kurz hinter dem Ortsausgang habe ich die Möglichkeit aktuelle mit alter Fahrradtechnik zu vergleichen. Ja ich fahre noch 26 Zoll, aber sonst ist das Rad Up to Date. Die Rohloff Schaltung ist nicht so vielen Veränderungen unterworfen wie die Kettenschaltung. 1×11/1×12/1×13 ich fahre schon seit vielen Jahren 1×14 ;-).

NSCR-DK-2023IMG_37610

Danach ihr werdet es euch schon denken können, geht es weiter auf Schotter zum Lodbjerg Fyre. Ich checke kurz den Übernachtungspaltz am Leuchtturm es gibt jetzt viele Hütten (Shelter). 2010 war hier nur eine Wiese ein Wasserhahn und ein Plumsklo ;-).

NSCR-DK-2023IMG_37640

Danach geht es durch die Dünen auf Sand, Schotter und wenn man Glück hat auch mal ein wenig Asphalt Richtung Thyborön. Aber erstmal muss man noch auf einer langen Landzunge bis zur Fähre fahren. Diesmal habe ich den Wind im Rücken. Auch das war 2013 auf der Limfjordtour anders. Aber da sind wir ja auch in die andere Richtung gefahren. Als Radler kann ich bis zur Fähre ganz nach vorne fahren und komme sozusagen als letzter noch auf das Schiff. 

NSCR-DK-2023IMG_37660

NSCR-DK-2023IMG_37670

NSCR-DK-2023IMG_37690

In Thyborön besuche ich das Snegelehuset. Ein Fischer hat das für seine Frau gebaut und verziert. Auch hier war ich schon mit meinen Kindern und zwischendurch schicke ich Bilder in die Familiengruppe, um zu fragen ob sich die Söhne auch noch erinnern. Das Schneckenhaus ist in Erinnerung Geblieben.

NSCR-DK-2023IMG_37700

NSCR-DK-2023IMG_37720

NSCR-DK-2023IMG_37710

Weiter geht es Richtung Bovbjerg Fyre und Stellenweise ist so viel Sand auf dem Weg, das ich selbst mit dem leichtem Gepäck schieben muss.

NSCR-DK-2023IMG_37730

Fahren ist gerade bergauf unmöglich. Na viel Spaß den Reiseradlern mit 6 Taschen und schwerer Beladung.

NSCR-DK-2023IMG_37740

Ich erreiche Bovbjerg Fyre.

NSCR-DK-2023IMG_37770

Zwischendurch sieht man immer wieder wie die Nordsee an der Küste nagt. Bis irgendwann ein ganzes Stück im Radweg fehlt.

NSCR-DK-2023IMG_37760

NSCR-DK-2023IMG_37800

Ich bin heute recht früh auf dem Campingplatz , was nach der quälerei durch den Sand aber auch nicht schlimm ist. Ich könnte natürlich mehr fahren. Bin aber froh, das es nach Corona überhaupt wieder sogut funktioniert.

 

Tag 7 Thorsminde nach Henne Strand 93.63km/21.80 DKM/h/HM 141

Der Tag startet angenehm mit Asphalt.

NSCR-DK-2023IMG_37820

Aber kurze Zeit später ist wieder Schotter angesagt. Aber der, der schwer zu fahren ist. Teilweise sinkt man mit dem Rad trotz breiter Reifen tief ein und es ist dann sehr mühsam voran zu kommen. Aber die Lupinien stehen in voller Blüte, das sieht sehr schön aus. Der andere Vorteil ist, das auf den Schotterstraßen keine Autos unterwegs sind.

NSCR-DK-2023IMG_37850

Dann kommt Lyngvif Fyre in Sicht, ein wirklich sehr schöner Leuchtturm, der sehr schön in den Dünen gelgen ist.

NSCR-DK-2023IMG_37880

Der nächste Stop ist am Globus von Hvide Sande, hier hat man einen schönen Ausblick auf den Ringköbbing Fjord.

NSCR-DK-2023IMG_37900

Am Ende des 40 Km langen Fjords liegt ein kleines Fischermuseum, an das kann ich mich noch gut erinnern. Hier haben wir Pause gemach, 2010 mit der Cycling Family.

NSCR-DK-2023IMG_37920

 

NSCR-DK-2023IMG_37930

Ansosnten ist nicht wirklich viel fotogenes am Wegesrand. Das letzte Bild mache ich von ein paar Pferden kurz vor Henne Strand.

NSCR-DK-2023IMG_37950

 

Tag 8 Henne Strand nach Römo 122.17Km/23.99 Dkm/h/HM 141

Heute geht es über viele kleine Nebenstraßen, natürlich auf Schotter aber auch viel auf Asphalt Richtung Esbjerg.

NSCR-DK-2023IMG_37960

Zwischendurch merkt man, das der Scout von Komoot wohl gerne MTB fährt. Die Streckenführung ist so rau, das ich mir meine Federgabel ans Bike wünsche.

NSCR-DK-2023IMG_37990

Irgendwann rolle ich nach Esbjerg rein.

NSCR-DK-2023IMG_38010

Wahrzeichen der Stadt sind die Männer am Meer. Ich habe Glück die Touris sind gerade alle am Imbiss, so das ich die Männer am Meer für mich alleine habe.

NSCR-DK-2023IMG_38070

Kurzer Sightseeing Stop in Esbjerg und dann fahre ich weiter.

NSCR-DK-2023IMG_38110

Hinter Esbjerg hat man Landschaftlich den Eindruck an der deutschen Nordsee zu sein. Deich und Gatter.

NSCR-DK-2023IMG_38220

In Kammerslusen könnte ich übernachten.

NSCR-DK-2023IMG_38190

NSCR-DK-2023IMG_38170

Aber ich möchte heute noch nach Römö. Kleiner Abstecher auf Dänemarks Norseeinsel. Interresant ist die lange Anfahrt auf dem Deich der Römö und das Festland verbindet. Der Rückenwind schiebt mich Zeitweise auf bis zu 40km/h.

NSCR-DK-2023IMG_38240

NSCR-DK-2023IMG_38250

 

Tag 9 Römö nach Klanxbüll 46,47Km/26.15 DKm/h/ HM 48

Heute ist der letzte Tag meiner Radtour durch Dänemark. Ich freue mich auf der NSCR unterwegs zu sein.

IMG_4741

Auch schön zu sehen, das es mittlerweile Europaradwege gibt, die durch ganz Europa führen. Die Euroveloroute 12 ist die North Sea Cycle Route (NSCR)

IMG_4743

Nach mal wieder sehr viel Schotterwegen, komme ich irgendwann nach Hojer. Hier gibt es eine schöne alte Windmühle. Generell ist der Ort mit den schmucken alten Backsteinhäusern sehr sehenswert.

IMG_4746

IMG_4747

Ich halte kurz am Fluß Vida, nun ist es nicht mehr weit nach Deutschland.

IMG_4749

Die Graense ist schon ausgeschildert. Aber der Track macht noch einmal einen kleinen Schlenker und ich komme über Rudböll nach Deutschland rein. Kaum vorstellbar, das das alles vor 2 Jahren wegen Corona nich möglich war. 

IMG_4751

Nun hat mich Deutschland wieder.

IMG_4753

IMG_4756

IMG_4754

Noch 2 Km bis Klanxbüll. Geschafft ich kann an dem Dänischen Teil des NSCR einen Haken machen. In Teilen sogar zwei.

IMG_4757

Abschließend stelle ich für mich fest, das es nach 13 Jahren gar nicht schlimm ist einen Teil der Strecke ein zweites mal gefahren zu sein. Ich konnte mich an viele schöne Begebenheiten mit meiner Familie erinnern. Ich habe aber auch viele neue Abschnitte kennengelernt, alleine deshalb weil sich die Routenführung geändert hat. Würde ich die Strecke mit dem Reiserad machen, dann wüsste ich das gerade der Teil des NSCR bis Hirthals, obwohl es ja nur Dänemark ist, sehr herausfordernd ist, wegen vielen Schotter und Sandpisten. Aber lohnenswert unbedingt.

 

 

 

 

 

 

 

NSCR Dänemark 2023

Dieses Jahr bin ich leider alleine, ohne Lydia die NSCR in Dänemark gefahren. Knapp 900 km auf Schotter (Neudeutsch Gravel) Sand und Asphalt. Die erste Hälfte war komplett neu für mich, die zweite Hälfte in Teilen bekannt, aber nach 13 Jahren ist eine Wiederholung einer Strecke, eigentlich kein Problem. Die Routenführung war in vielen Teilen anders, und die Erinnerung schon ein wenig verblasst. Den Bericht zur Tour vor 13 Jahren mit Lydia, 4 Jungs und Hund könnt ihr hier nachlesen.  Einen ausführlichen Bericht gibt es dann voruasssichtlich im Juli. Ich sag mal so, wenn man richtig schön graveln will, dann ist man in Dänemark genau richtig. Man könnte sogar auf die Idee kommen, das die Dänen das Gravelbike erfunden haben ;-).

NSCR-DK-2023IMG_38070

Veröffentlicht unter News

26″ x 2.3″ Humptulips Ridge TC Tire

Ich habe in meinem Radlerleben schon viele Reifen gefahren, überwiegend Schwalbe, selten Continental. Die Schwalbe Reifen wie z.B. der Marathon XR/jetzt Mondial, sind echte Langläufer und halten lange, 30000 Km mit einem Reifensatz siind möglich. Ich habe mittlerweile an den Rene Herse Reifen gefallen gefunden. Nachdem der Nobby Nic nach ca. 10000 Km abgefahren war, habe ich in durch den Rene Herse Humptulips Ridge ersetzt.Was soll ich sagen, die Reifen haben einen großen Nachteil, sie sind sehr teuer. Aber vom Leichtlauf und vom Fahrspaß bin ich noch keine besseren Reifen gefahren. Das macht in der Endgeschwindigkeit 1-1,5 Km/h aus. Das alleine durch den Austausch Reifen das Fahrrad schneller wird, finde ich bemerkenswert. Ich fahre an einem anderen Rad den Rene Herse Rad Trap Pass. Der Humtulips Ridge läuft genauso schnell. Es ist für mich kein Unterschied feststellbar. Also der perfekte Ganzjahres Reifen. Grip im Gelände und im Winter im Schnee, leichtlauf auf der Straße. Radlerherz was willst du mehr.

Bei MTB Reifen mit groben Profil, mag ich eine Sache nicht und das sind die Fahrgeräusche auf der Straße. Das hört sich immer so an als ob ein Land Rover Defender von hinten anrollt.  Rene Heres Reifen sind lautlos Jan Heine nennt das Noise Cancelling. Ich habe das erst für einen Werbegag gehalten. Muss aber sagen, das es wirklich funktioniert. Man hört den Reifen fast nicht. Die letzten Geräusche sollen nach den ersten ca. 50 Km auch noch verschwinden.

Willst du Fahrradtunning machen, dann würde ich Vorschlagen kauf dir einen guten Reifen, das bringt schon sehr viell.

Veröffentlicht unter News

Hysterese oder Erfahrungen mit breiten Reifen

Speed-KIng34

Der Name ist bei dem Reifen Programm, es gibt nur sehr wenige 26 Zoll Reifen, mit denen man so komfortabel und schnell unterwegs ist. Leider ist der Reifen nicht mehr verfügbar in 26 Zoll. Dieses Leichtgewicht von einem sehr breiten, komfortabeln Reifen, führt natürlich zu einer höheren Pannenanfälligkeit. Zum Schluß war der Speedking dann eher ein Flatking. Nachfolger ist der Rat Trap Pass von Rene Herse.

Was macht einen Reifen eigentlich schnell? Viele denken, das ein leichter Reifen automaisch schnell rollt, besonders dann wenn er mit einem hohen Luftdruck aufgepumpt ist. Man braucht bei einem leichten Reifen weniger Energie um ihn zu beschleunigen, das bedeutet aber nicht das man deswegen auch schneller rollt.

Ein Faktor der einen Reifen schnell macht ist eine gute Karkasse, die sich leicht und schnell verformt. Du kannst dir das ungefähr so vorstellen, das man mehr Energie braucht um einen Tennisball zu verformen, als einen Schaumstoffball. Wenn ein Reifen sich einfach verformt und schnell in seine Urspungsform zurück springt, spart das bis zu 17% Energie der Experte sagt, das man dadurch die Hysterese verringert. Der Reifen verformt sich unter dem Gewicht des Fahrers an der Stelle wo er den Boden berührt an der vorderen Reifenaufstandsfläche. Hinten springt der Reifen dann wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Diese Verformung kostet Energie. Eine gute Karkasse hiflt dabei diesen Energieverbrauch zu reduzieren. Ein breiter Reifen absorbiert dann Hindernisse auf der Fahrbahnoberfläche und rollt, wenn er eine entsprechende Breite hat, sehr gut über die Hindernisse die nicht zu Groß sind um vom Reifen “geschluckt” zu werden hinüber.

Für mich bedeutet ein breiter Reifen schnelles und zügiges vorankommen abseits der Straßen auf Forst und Waldwegen. Erst auf sehr verblockten Pfaden, mit großen Steinen, braucht man dann eine Federgabel,

Veröffentlicht unter News

Rohloff versus Kettenschaltung 2 laufende Kosten

Rohloff Speedhub

Durch das Aufkommen der Einfach Antriebe, kann man aktuell sehr gut Rohloff und Kettenschaltung vergleichen. Um es gleich vorweg zu sagen, ich fahre meistens Rohloff und bin deshalb vielleicht nicht ganz objektiv, was die Kettenschaltung angeht. Es geht mir aber nicht darum, das eine System heraus zu heben, sondern ich werde versuchen Anschaffungs-und laufende Kosten gegenüber zu stellen und Vor-/Nachteile aus meiner individuellen Sicht zu benennen.

Gesamtkapazität (GK):

  • Sram Eagel XX1 mit einem 34 Kettenblatt und einer 10/52 Ritzelpaket 520%
  • Rohloff Kettenblatt 34 Zähne Ritzel 15 526%

Beide Kombinationen sind was den leichtetsten/schwersten Gang angeht nahezu identisch, der Unterschied liegt in der Ganganzahl, Sram 12 Gänge etwas ungleichmäßigere Gangabstufung Rohloff 14 sehr gleichmäßig abgestufte Gänge.

Gewicht:

  • Im Bike Magazin wurde die SRAM Eagel XX1 Schaltgruppe mit 1434g gewogen. (Die komplette Schaltgruppe besteht aus Schaltwerk, Kassette, Kette, Kettenblatt, Kurbel und Schalthebel. Das Tretlager wurde aufgrund verschiedenster Standards nicht berücksichtigt.)
  • Eine Sram XX1 Kurbel wiegt ca. 422g die Rohloff wiegt als CC DB OEM 2 1825g in der Disc Variante.

Bedeutet, das die Rohloff verglichen mit der leichtesten Kettenschaltung ca.800g schwerer ist. Das ist jetzt natürlich keine neue Erkenntnis. Wer ein leichtes Fahrrad bauen will, kommt um die Kettenschaltung nicht herum.

Anschaffungskosten:

  • Sram XX1 Eagle 1142,-€
  • Rohloff 1110,-€ + Tretlager SRAM XX1 Kurbel 499,-€ = 1609,-€ (beide Preise sind von BC 30.03.23)

Bedeutet, das die Kettenschaltung in der Anschaffung 467€ günstiger ist. Wenn Leichtgewicht nicht im Vordergrund steht, dann kann ich natürlich auch eine Vierkant Sugino Kurbelgarnitur für ca. 150€ kaufen. Dann ist die Rohloff nur unwesentlich teurer.

Verschleißkosten:

  • Sram XX1 Eagle XG 1299 Kassette + PC XX1 Eagle Kette 12 Fach 449,-€ (Preis BC 30.03.23)
  • Rohloff Ritzel 15 Zähne 15,99 und KMC XL Kette 9 Fach 34,99€ (x2 ) = 85,97€
  • Der Preis für die Rohloff Verschleißkosten beträgt auf einer Strecke von 12.500 Kilometer 85,97€.
  • Bei der Kettenschaltung habe ich unterschiedliche Informationen, nach Intensivnutzung im Gelände im Rennbetrieb z.B. AMR/SMR haben manche Fahrer das System komplett zerstört, ich gehe aber davon aus das man im Normalbetrieb ca. 5000 KM mit einem Ritzelpaket und Kette schaffen könnte. 
  • Auf einer Strecke von 25000 KM wären somit die Kosten für eine Kettenschaltung 5×449€ = 2245€
  • Auf einer Strecke von 25000 KM wären somit die Kosten für eine Rohloff 171,94€

Anfälligkeit des Systems:

  • Kettenschaltung/Sram alles offen, bedeutet anfällig für Einflüsse von Außen was Verdrecken und Beschädigung angeht.
  • Rohloff, alles komplett gekapselt, bedeutet relativ unanfällig für äußere Einflüsse.

Fazit:

  • Die Kettenschaltung ist die leichtere und teurer Variante
  • Die Rohloffspeedhub ist die schwerere und auf lange Sicht die günstigere Schaltung. Teurer zwar in der Anschaffung aber die Mehrkosten hat man eigentlich nach dem ersten Ritzelpaket/Ketten wechsel schon wieder raus.
  • Man könnte natürlich auch eine günstigere 12 Fach Schaltung nehmen, aber ich finde es unfair wenn man die teuerste Nabenschaltung mit einer günstigen Kettenschaltung vergleicht mit der Argumetation das die Rohloff viel teurer ist. Ich habe hier Highend mit Highend verglichen. Nimmt man eine günstigere Kettenschaltung wird der Gewichtsunterschied zur Rohloff auch kleiner. (GX Eagle 277g schwerer aber auch 765€ günstiger, Verschleißset liegt dann aber immer noch bei 259€).
  • Bei einer Kilometerleistung von 12000-12500 Kilometer im Jahr habe ich mich bewusst für die Rohloff entschieden, als die günstigere und etwas schwerere Variante. 

 

 

 

 

Veröffentlicht unter News

Umbau auf Rohloff Steckritzel/Wie lange hält ein Rohloffritzel?

Irgendwann sind Ritzel und Kette verschlissen. Wieviele Kilometer hält ein Rohloffritzel? Um die Antwort gleich vorneweg zu nehmen, ich bin mit zwei Ketten und einem 15er Ritzel knapp 12500 Km gefahren. 

Wie stellt man fest, das die Kette verschlissen ist? Es gibt dafür die Rohloff-Kettenverschleißlehre (Kaliber2)

Rohloff-RitzelIMG_16940

Wenn die Kettenverschleißlehre so stark eintaucht, dann ist es Zeit die Kette zu wechseln. Nach dem ersten Wechsel der Kette wende ich dann das Ritzel und ziehe eine neue Kette auf, dann kann ich nochmal gut 6000 km mit dem gleichen Ritzel fahren. Sonst läuft man Gefahr, das die Kettenblätter vorne sich zu stark abnutzen. Man kann auf dem Bild sehen, das das Ritzel schon Verschleiß anzeigt und die Zähne schmaler geworden sind. Eine neue Kette kann man auf dem Ritzel nicht mehr fahren, die springt über.

Rohloff-RitzelIMG_16970

Was passiert, wenn man den Kettenverschleiß nicht beachtet und das Ritzel einfach immer weiter fährt, dann längt sich die Kette soweit das, wenn man keinen Kettenspanner hat, sich irgendwann die Kette nicht mehr spannen lässt und man Kettenglieder raus nehmen muss, ein gutes Beispiel ist auf der Velotraumseite zu finden. Irgendwann sind die Zähne am Ritzel, dann abgeschliffen, die Kette greift nicht mehr und rutscht durch. Dann braucht man aber auch vorne ein neues Kettenblatt. Ist aber ggf. die wirtschaftlichere Lösung mit leichten Funktionseinbußen.

Als erstes braucht man für den Umbau den Rohloffritzelabzieher und eine Kettenpeitsche. Nach 6000 Km musste ich oft noch ein langes Rohr auf die Kettenpeitsche aufsetzen um das Ritzel überhaupt lösen zu können. Das wird zukünftig mit den Steckritzeln einfacher, man muss nur den Sicherungsring mit einem Schraubdendreher runter hebeln, dann wendet man das Ritzel einfach.

Rohloff-RitzelIMG_16960

Dann lässt man den Rohloffabzieher drauf und schraubt den neuen Steckritzeladapter

drauf. Was man dabei beachten muss, ist das selbst wenn man den Steckritzeladapter S nimmt, die Kettenlinie um einen Milimeter nach Außen wandert. Auf der Rohloffseite gibt es dazu hier gute Infos. Das bedeutet, das der Kettenspanner auch einen Millimeter nach Außen muss, dazu gibt es bei Rohloff extra Unterlegscheiben, meistens lohnt es sich die Distanzscheiben die beim Kauf des Kettenspanners mitgeliefert werden aufzuheben.

Rohloff-RitzelIMG_16980

Wie weit die Rohloff-Kettenverschleißlehre bei einer neuen Kette eintaucht, seht ihr dann auf dem nächsten Bild.

Rohloff-RitzelIMG_16990

Nun kann ich erstmal wieder ein paar Tausend Kilometer fahren.

Veröffentlicht unter News

Gefahrene Kilometer 2022

2022 war nicht mein bestes Jahr, was das Tourenradfahren angeht. Es waren zwei schöne größere Radtouren geplant, die wegen einer eingeschränkten Belastbarkeit nach Corona leider nicht umsetzbar waren. Es blieb dann nur im schönen Lipperland zu Radeln, wenn die Belastbarkeit dann mal da war. An den Tagen habe ich dann versucht längere Strecken zu fahren und scheinbar hat der ganze Frust, dann dafür gesorgt, das ich in 2022 meine Jahreskilometerleistung im Vergleich zum Vorjahr nochmal steigern konnte auf 12551 Km. Erfreulich ist immer, das meine persönliche Ökobilanz dann nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch für mich. So gesehen waren viele Ziele in 2022 nicht erreichbar aber ich konnte wenigstens meine Jahreskilometerleistung geringfügig verbessern. (Ausrechnen lassen kann man sich das hier)

Ökobilanz Radfahren Thomas PD

Veröffentlicht unter News

Alles Gute

Silvester: Fünfmal staunen über Feuerwerk

wünschen wir den Lesern unserer Homepage, für das Jahr 2023. Verbunden mit der Hoffnung, das hoffentlich die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen in dem neuen Jahr ein Ende finden werden. Nächste Woche rechne ich mal meine Jahreskilometer auf den unterschiedlichen Bikes zusammen und werde dann mal schauen, ob ich mein persönlich gestecktes Ziel von 12000 km erreicht habe. In diesem Sinne wünschen wir euch viele schöne Kilometer in 2023, auf vielen schönen Strecken.

Veröffentlicht unter News