Wie schon beim Moselradweg geschrieben, war 2021 eine Kombi von kleinen Touren angesagt. Den Fuldatalradweg sind wir gleich im Anschluss am Moselradweg gefahren.
Tag 1 Wasserkuppe bis Schlitz TKM 73.82/FZ3.35.14/DKM 20.58
Mittags starten wir unsere Tour auf der Wasserkuppe in der Rhön.
Etwas unterhalb entspringt die Fulda.
Der eigentliche Startpunkt des Fuldaradwegs ist am Bahnhof in Germersheim. Aktuell kann man das Auto hier kostenlos parken und dann später mit der Bahn wieder abholen.
Die ersten Kilometer geht es ganz wunderbar Berg ab, herrlich zum einrollen und immer wieder fährt man an der Fulda entlang, die vom Bach langsam zum kleinen Fluss wird.
Das erste Zwischenziel ist Fulda bis dahin ist es noch ein wenig, aber bei leichtem Gefälle sind 31 Km kein Problem.
Das erste touristische Highlight ist Fulda mit dem Dom.
Abends erreichen wir den Ort Schlitz ca. 3 Km abseits vom Fuldatalradweg. Genial finde ich die Lösung die große Wiese vor dem Freibad als Campingplatz zu nutzen und das in Verbindung mit der Nutzung der sanitären Anlagen des Freibades nach dem das Bad geschlossen ist. Schlitz nennt man auch die Burgenstadt. Wer Freude hat an alten Festungsanlagen, sollte sich hier einen Tag für einplanen.
Tag 2 Schlitz bis Guxhagen TKM 108.32/FZ 5.33.26/DKM 19.49
Der Tag heute beginnt schon morgens recht warm. Es geht Anfangs über eine alte Bahntrasse. Bahntrassen sind immer so herrlich Steigungsarm ;-).
Wenn auf einem Gewässer Seerosen blühen, ist das für mich immer ein Zeichen für ein intaktes Ökosystem. Anders gesagt nach der Hitze heute will ich wenigstens in der Fulda baden. An der Mosel war das fast überall verboten.
Kurz vor Rothenburg stoßen wir auf den Planentenweg, der in einem Abschnitt ebenfalls auf dem Fuldaradweg verläuft.
Der Planetenweg ist maßstabsgetreu (1:2,5 Milliarden).
Weiter geht es nach Rothenburg an der Fulda, mit seiner schönen Fachwerk-Altstadt.
Nach knapp 15km erreicht man dann das Kloster Haydau.
Wenn man auf Radtour die Möglichkeit sucht für ein Workout für die Arme, dann empfehlen wir die Fahrradfähre kurz vor Beiseförth (Video auf Instagram https://www.instagram.com/thomas_pagendarm/). Kostet aber schon ein wenig Energie. Ein schönes Gebäude in Melsungen ist das Rathaus am Marktplatz.
Kurz vor Guxhagen geht es dann doch mal ein wenig bergan.
Unseren Campinkplatz erreichen wir dann kurze Zeit später an der Fuldaschleife in Büchenwerra. Hier finde ich dann Zeit für ein erfrischendes Bad in der Fulda. Abends wird dann unser neues Vaude Zelt dem ersten Härtetest unterzogen als ein Unwetter über uns hinweg zieht.
Tag 3 Guxhagen bis Bas Karlshafen TKM 100.54/FZ 5.07.51/DKM 19.59
Am nächsten Morgen ist der Regen verflogen und der Himmel ist wieder schön blau. Abends können wir ja ggf. unser nasses Zelt wieder trocknen.
Die Fulda hat hier schon eine gewisse Breite und so läuft der Radweg über viele Kilometer dicht am Fluss vorbei.
Hinter Fuldabrück geht es über eine schöne Brücke mit Holzdach über die Fulda.
Danach erreichen wir Kassel. Mir war garn nicht bewusst, das Kassel eine Stadt direkt am Fluss ist mit vielen Möglichkeiten für Kanuten oder Ruderer.
In Kassel könnte man sich viel anschauen. Besonders sehenswert ist der Park am Herkules mit Schloss Wilhelmshöhe und der Löwenburg. Haben wir uns aber schon einmal angeschaut, darum verlassen wir Kassel wieder recht schnell. Würde auch einen 12Km Umweg bedeuten.
Was wir echt begrüßen ist ein Radfahrer Rastplatz mit Fuldablick. Hier kann man Luft tanken, Trinkflaschen auffüllen und es gibt etwas Werkzeug.
Die Fulda ist ab hier so breit das schon Ausflugschiffe fahren könnten.
Das Gedicht dürfte ja vielen bekannt sein.
An dieser Stelle endet der Fuldaradweg,
wir wollen heute noch die 40 Km bis nach Bad Karlshafen. Wir erreichen unser Tagesziel gegen 17.00 Uhr.
Abends ist so schönes Wetter, das wir unser Zelt schön trocken bekommen. Leider schüttet es Nachts wieder heftig, so dass wir sogar die Zusatzleinen wegen der Sturmwarnung alle abspannen müssen.
Tag 4 Bad Karlshafen über Polle nach Detmold TKM 100.92/FZ10.46/DKM 18.69
Der Morgen startet mit Regen. aber zum Glück hört es auf als wir los fahren wollen. Das das Zelt schon wieder pitsch nass ist, ist nicht weiter schlimm. In den nächsten Tagen soll es viel regnen darum entschließen wir uns heute zurück nach Detmold zu fahren.
Wir sind hier im Drei-Bundesländer-Eck unterwegs. Wir starten in Hessen. Fahren dann nach Niedersachsen und als wir in Lauenförde über die Weser fahren sind wir wieder in NRW.
Lauenförde und Beverungen sind mir aus meiner Kindheit vertraut. Sozusagen, back to the roots.
Die Binnenschifffahrt spielt hier aber fast keine Rolle mehr. Es wird darüber nachgedacht die Weser hier wieder zu renaturieren.
Obwohl ich den Weserradweg in Teilen schon mehrfach gefahren bin, muss man feststellen, das es einer der schönsten Flussradwege in Deutschland ist. Zu dem Ergebnis komme ich nicht alleine, sondern das wurde schon von dem ein oder anderen Fahrradmagazin bestätigt.
Heute begleiten wir die Weser noch bis Polle.
Ab hier geht es durch das lippische Hügelland über Schieder zurück nach Detmold. Wo wir abends trocken ankommen. Als wir die Räder in die Garage stellen, fängt es an zu regnen. Perfektes Tourende.