Bikepacking was ist das eigentlich?

Ist das Bikepacking?

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Ist es die Art, wie die Fahrer der Randonneure schon seit Jahren ihr Gepäck transportieren? Zwei Low Rider Taschen vorn kombiniert mit einer großen Vorderrad-Gepäckträger-Tasche der sogenannten Pizzaback und einer Rahmentasche. Ja, wahrscheinlich ist das so die Urform des Bikepackings. Man könnte auch sagen es ist Tourpacking, also eine Kombination aus dem klassischen Biketouring mit 6 Packtaschen (Lenkertasche, 2 Low Ridertaschen, 2 Hinterradtaschen und einer Gepäckrolle) und dem aktuellen Bikepacking.

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Ich würde für mich Bikepacking heute so definieren, das man sein Gepäck am Fahrrad ohne einen klassichen Gepäckträger transportiert. Bedeutet, das die Taschen mit Gurten, Schrauben oder über Halter direkt am Bike befestigt/verschraubt werden.

Für mich wollte ich ausprobieren ob ich mein Gepäck soweit reduziert bekomme und trotzdem alles dabei habe was ich brauche.

Aktuell fahre ich dazu von Vaude die Trailsaddle – Satteltasche. Was mir daran gut gefällt ist, das man einen Halter hat, in dem die Tasche fixiert wird. Dieser Halter kann dann abends am Rad bleiben und den Gepäcksack kann man mit ins Zelt nehmen. Was ich auch wichtig finde ist, das die Tasche absolut wasserdicht ist. Gesichert wird das ganze nur mit einem Gurt. Geht also schnell abzumachen und schnell wieder zu befestigen.

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Die Satteltaschen (Arschraketen) können beim Fahren hinten am Bike hin und her schwingen. Die Trailsaddel sitzt eigentlich ganz stabil am Bike. Aber weil ich das Rahmendreieck mit Taschen ausgefüllt habe, bleibt dort kein Platz mehr für Trinkflaschen. Von Woho gbit es den Satteltaschen Stabilisator, einen Halter der gleichzeitig die Satteltasche fixiert und auch noch die Möglichkeit bietet zwei Flaschenhalter zu befestigen. Den kann man hier bestellen. Funktioniert prima. In der Satteltasche waren meine Wechselklotten, Regensachen, Handtuch und eine sehr abgespeckte Kulturtasche (Tüte mit Zahnbürste und Duschgel und Minizahnpastatube).

Die Gepäckrolle am Lenker ist ebenfalls von Vaude und heißt Trailfront und ist natürlich auch wasserdicht.

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Was mir aber an Bikepacking-Lenkerrollen grundsätzlich nicht gefällt ist, das die Befestigung am Rahmen dort generell den Lack ruiniert. Das ist gerade für einen Stahlrahmen nicht gut. Das Risiko der Oberflächenbeschädigung, kann man mit Lackschutzfolien reduzieren. Aber wer guckt schon beim Fahren immer nach, ab wann die Schutzfolie nicht mehr schützt und abgerieben wurde. Meine Tasche wird mit 2 Spanngurten am Lenker fixiert.

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Zusätzlich habe ich noch einen Lenkertaschen-Halter, der für den nötigen Abstand zum Rahmen sorgt, verschraubt. Hält perfekt und man kann den Harnsich einfach abklicken. Bekommt man im Fahrradtzubehöhr. Oben drauf hatte ich noch einen kleinen Stuhl fixiert, man wird ja auch nicht jünger ;-), klar ist das Luxus beim Bikepacking. In der Lenkerolle waren mein Standard Schlafsack und ein Topf mit Deckel.

Kommen wir zu den Rahmentaschen, wenn man den Platz im Rahmendreick komplett ausnutzen will, kommt man um eine Maßanfertigung nicht herum. Hier kann ich Gramm aus Berlin empfehlen.

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In der Rahmentasche oben war das Zelt, in der Rahmentasche unten Lebensmittel, Kocher und Geschirr/Besteck. In der Tasche im hinteren Rahmendreick ist das Werkzeug. Unten im Flaschenhalter ist die Brennstoffflasche für den Benzinkocher untergebracht.

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In der Top Tube Bag sind die Snacks und die Powerbank für das GPS.

Anythingcages kann ich bei meinem Patria Bike auf den Sitzstreben, aber auch an der Gabel befestigen.

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Da passt rechts ein aufblasbares Kopfkissen rein und Links die Isomatte.

An der Gabel könnte man jetzt auch noch ein paar Cages anbringen, aber für die Tour habe ich da noch zwei zusätzliche Flaschenhalter angeschraubt.

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Fazit. Was ich interessant fand bei diesem Setup ist, das sich die Aerodynamik deutlich verbessert hat. Es sind damit schnellere Geschwindigkeiten möglich, das bedeutet ich kann (muss nicht) längere Distanzen fahren und brauche dafür deutlich weniger Energie. Für einen 1-5 Tage Trip bekomme ich so eigentlich alles mit was ich unbedingt brauche. Man muss sich aber schon stärker einschränken als beim Bike Touring und der Komfort bleibt ein wenig auf der Strecke. Grundsätzlich lernt man aber das weniger manchmal eben doch mehr ist, ein Mehr in Form vom leichten schnellerem Fahren bei Verzicht auf ein wenig Komfort. Ich kann mir zukünftig vorstellen, das öfter zu machen. Für einen Overnighter reicht das locker aus. Wenn es warm genug ist, braucht man auch nicht soviel Gepäck bzw. nimmt die Kleidung die man mitnimmt im Gepäck weniger Platz weg. Was ich aber auch gut finde ist ggf. beides zu kombinieren. Also Packtaschen Vorne und Hinten kombiniert mit Rahmentaschen, das bringt bestimmt noch einen Vorteil was die Fahrstabilität angeht, wenn man die schweren Lebensmittel unten in der Rahmentasche platziert. Natürlich kann man das ganze auch noch optimieren, kleinerer Kocher, kleinerer Schlafsack, Titanbesteck, Titan Töpfe. Aber das muss ja auch alles finanziert werden und je weniger etwas wiegt, desto teurer wird es dann. Aber die Outdoor Industrie muss ja auch unterstützt werden ;-).Man kann natürlich auch essen gehen oder sich auf kalte Küche beschränken, dann kann man Kocher und Topf weglassen. Wenn man Nachts in einem B&B oder Hotel übernachtet spart man sich Zelt und Schlafsack. Es gibt viele Möglichkeiten sein Gepäck zu reduzieren wo und wie man Übernachtet ist also ein Punkt von mehreren. Ich bin da lieber Unabhängig. Einen Platz für Isomatte und Schlafsack findet sich immer irgendwo. Ob man immer ein B&B oder ein Hotel findet, dürfte gerade in der Hochsaison nicht immer gesichert sein. Das muss dann jeder nach Geldbeutel und Vorlieben entscheiden.

Aber ich glaube wenn jeder mal so bei sich schaut, dann schleppen wir doch alle eher immer zuviel mit. Bikepacking kann einem helfen sich grundsätzlich noch etwas mehr zu reduzieren. Dann wird auch das normale Tourenradfahren leichter.

 

 

Das Gravelbike

ist aktuell in aller Munde. Graveln ist Trend. Scheinbar eine neue, noch nie vorher dagewesene Fahrradgattung, die so will uns die Fahrradindustrie heute glauben machen, ein Weg für Freiheit und Abenteuer ist (brachte man früher mit einer Zigarettenmarke und Coboys am Lagerfeuer in Verbindung).

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Man könnte das Gravelbike auch Breitreifenrennrad nennen oder Allroadbike. Jan Heine aus Seattel hat dazu ein Buch geschrieben, die Allroad-Bike Revolution, das jetzt auch in deutsch hier verfügbar ist. Ein Rad für alles?

Die Fahrradindustrie möchte uns ja gern glauben machen, das man für jeden Einsatzweck ein spezielles Fahrrad braucht. Man kann eigentlich davon ausgehen, das es ein Bike gibt das 90% aller Einsatzwecke gut abdeckt. Schmale Reifen machen ein Fahrrad nicht automaisch schneller, sondern eher den Fahrer schneller müde, der mit seinem Körper die ganzen Erschütterungen absorbieren muss, die diese knallhart aufgepumpten Reifen verursachen. Je älter man wird, desto mehr Mühe macht dann das fahren. Seit Jahren fahre ich schon 26 Zoll Räder mit  Rennlenker und breiten Reifen zwischen 50 und 55mm, ist für mich die perfekte Laufradgröße, die deutlich mehr Vor- als Nachteile hat. Ich fahre also schon seit Jahren ein Gravelbike/Breitreifenrennrad/Allroadbike. Viele Dinge die Jan Heine in seinem Buch beschreibt kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, andere waren für mich neu. Um es kurz zu machen, unbedingt lesenswert, mit vielen nützlichen Zusatzinfromatioen, die einem helfen auch das Warum zu verstehen.

Ein Grund warum das Gravelbike aktuell also so erfolgreich ist, ist weil es ein Allroadbike ist und viele Sachen gut kann also eher ein Generalist als ein Spezialist.

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Usedom mit dem Tandem

 

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Eigentlch wollten Lydia und ich die erste Etappe des Rheinradwegs fahren. Aber leider waren wiedermal Unwetter und starker Regen in der Schweiz angekündigt. Wenn man nur 6 Tage Zeit hat und drei davon soll es sehr nass werden, dann schaut man nach Alternativen. Unsere heißt diesesmal Usedom. Eine kurze 240 Km Runde über Usedom und etwas entlang des Stettiner Haffs mit unserem Santos Tandem.

Den kompletten Bericht finder Ihr hier.

 

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2021 Bericht Moselradweg

2021 haben wir auf Grund der Pandemie 2 kleine Flussradwege gefahren. Durch Unwetter im Süden Deutschands ist der Rheinradweg ins Wasser gefallen, Nordkap nach Stockholm ging wegen Corona leider auch nicht. So haben wir etwas von der Todo-Liste abgearbeitet in der Hoffnung, das dann 2022 wieder Reisen uneingeschränkt möglich ist.

Unseren Bericht vom Moselradweg findet ihr hier.

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Der Bericht über den Fuldaradweg gibt es hier.

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Flexibilität

ist gefragt. Eigentlich würden Lydia und ich auf gepackten Packtaschen sitzen. Die Bikes wären für den Flieger verpackt und es wäre nächste Woche Richtung Nordkapp gegangen. Unser schon gebuchter Flug wurde gecancelt und aktuell sind die Quarantäneauflagen in Norwegen und die Einreisbedingungen für Finnland so, das für uns eine Einreise unmöglich ist. Die Inzidenzwerte sind ja grundsätzlich auf einem guten Weg, aber wir sind wohl etwas zu früh dran, in 4-6 Wochen würde es wohl klappen. Aber das Nordkapp ist ja nächstes Jahr auch noch da ;-).Was macht man dann? Man schaut was man noch so auf der Löffelliste stehen hat. Der Rheinradweg von der Quelle bis zur Mündung ist eigentich erst viel Später geplant, das könnte aktuell eine Option sein. Dann schauen wir mal ob sich das logistisch so kurzfristig ggf. lösen lässt. Mosel- und Fuldaradweg stehen in Deutschland auch noch auf der Liste.

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Hollow Tech 2 oder die ewigen Shimanoänderungen

Neulich war am Patria Terra mal wieder ein neues Innenlager fällig. Die halten irgendwie immer nur so 10000-12500 Km dann ist Ende und das Lager hat soviel Spiel, das es gewechselt werden muss. Wenn man das weiß, hat man natürlich schon das Ersatzteillager bestückt. Nützt nur alles nix wenn Shmano dann mal wieder den Innerlager-Außendurchmesser geändert hat. Es reicht nicht schon 2 Tretlagerwerkzeuge zu haben, Hollowtech 2 und den Einsatz Fit TL – FC32. Jetzt muss ich auch noch Einsatz TL-FC25 kaufen. Denen fällt immer was neues ein und man muss dann nach kaufen. Ist ein Grund demnächst wieder zum Vierkant Tretlager zu wechseln. Da verändert sich nicht alle Nase was und ggf. hält es länger. Ich werde euch auf dem fahrenden halten.

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Transformation

Könnte man Neudeutsch sagen, oder in Deutsch Verwandlung. Es geht um den Umbau eines MTB in ein Bikepacking-/Gravelbike. Vor drei Jahren, hatte ich für meine Jungs einen Maßrahmen bei Patria bauen lassen. Einsatzzweck war damals eindeutig. Es sollte eine MTB werden mit der Option einen Gepäckträger zu montieren. Transformation1Neulich kam dann der Filius mit dem Wunsch, ob man das Fahrrad nicht verändern könne. In der Großstadt würde er die Federgabel eigentlich gar nicht brauchen. Auch wäre ein Rennradlenker jetzt das, was er sinvoll finden würde. Papa könntest du mir mein Bike nicht umbauen? Ja Papa kann. Die Gabel wurde damals (als wenn ich das schon geahnt hätte ;-)) schon von Patria lackiert und durch zwei Ösen erweitert. Es ist eine Surly ECR die von der Einbauhöhe die 26″ 100m Rockshox Federgabel ersetzt und zur Rahmengeometrie passt. Nun brauchte es einen Rennradlenker mit einem kurzen Reach (Salsa Cowbell). Der Vorbau wurde durch einen 30mm kürzeren ersetzt, damit er zu den Körpermaßen passt. Die Magura HS 33 wurde durch eine TRP Spyke mit 180er Discs ersetzt. Die Radschützer wurden gegen SKS Bluemells getauscht. Die Schalthebel wurden durch Microshift BS-M10 abgelöst (ab 10 Fach ist eine Kombnation von MTB Komponenten und Rennradkomponenten nicht mehr möglich oder anders gesagt Shimano Lenkerendschalthebel passen nicht zur MTB Schaltung) diese haben den Vorteil, das man am Hebel für das Schaltwerk zwischen Indexierung und Friktion wählen kann, finde ich super. Schwalbe Hurrikan statt Schwalbe Black Jack MTB Reifen. Dann noch Lenkerband in Sattelfarbe, fertig. In der Coronakriese ist die Ersatzteilbeschaffung die größte Herausforderung gewesen. Ansonsten ist es ein Fahrrad geworden das in Form und Funktion passt. Man könnte sagen es ist ein 26″ Gravelbike geworden und vom Einsatzzweck geht alles vom Bikepacking über Biketouring bis zum Graveln. Also ziemlich dicht an der Eierlegendenwollmilchsau.

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Time to Change Rohloff Steck Riemenscheibe

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Wie so vieles im Leben, gibt es überall Veränderungen. Neulich habe ich mir mal meine hintere Riemenscheibe an der Rohloff angeschaut. Es ist eindeutig erkennbar, das die vielen Kilometer hier ihre Spuren hinterlassen haben. Dann musste ich erstmal nachschauen wieviele Kilometer der Antrieb jetzt gelaufen hatte. Aktueller Kilometerstand für den zweiten Riemen waren jetzt 18879 KM. Riemen 1 hatte knapp 15000 Km gehalten und dann musste das System komplett ausgetauscht werden. Also Riemenscheiben V+H und der Riemen wurden erneuert.

Gates Carbon Drive

In Coronazeiten, ist im Moment die Ersatzteilversorgung im Fahrradbereich, eine echte Herausforderung. Es war gar nicht so einfach, eine neue Riemenscheibe mit 20 Zähnen zu bekommen. Aktuell gibte es hier eine neue Aufnahme. Es werden jetzt Steck-Riemenscheiben verwendet. Bedeute das auch eine Steck-Riemenscheiben-Aufnahme (Was für ein Wort-Ungetüm ;-)) gekauft werden musste, die zum Glück verüfgbar war. Dann brauchte ich noch ein neues Werkzeug, genannt: Rohloff Lock-Ring-Werkzeug. Damit ist der Umbau in Verbindung mit dem alten Rohloff-Ritzel-Abzieher dann kein Problem.

Rohloff Steck-Riemenscheibe

Aktuell hält der zweite Riemen schon 4000 km länger als der erste Riemen. Woran das genau liegt weiß ich nicht. Aber ich habe dieses mal am System nichts gemacht. Beim ersten Riemen habe ich die Riemenspannung öfter kontrolliert und angepasst. Die Riemenspannung hatte durch den Verschleiß der Riemenscheiben nachgelassen. Das nachspannen, scheint sich negativ auf die Lebensdauer des Riemens auszwirken. Ich hoffe, das ich mit dem System vielleicht jetzt 25000-30000 KM schaffe. Beim nächsten Wechsel werde ich den Riemen dann mal versuchsweise mit weniger Spannung fahren, um zu schauen ob dann das ganze System länger hält. Es gibt hierzu eine sehr gutes Video von Alee Denham von cyclingabout. Alee fährt seinen Riemen mit sehr wenig Spannung und schafft ca. 30000 Km mit einem System. Ohne einen Wechsel der Riemenscheibe.

 

 

Radfahren im Winter

Winter

Der Februar 2021 war für gut eine Woche, ja ein Ausnahmewinter. Selbst als routinierter Ganzjahresradfahrer war es zum Teil sehr schwierig und herausfordernd, mit dem Rad zur Arbeit zu kommen. Aber es war auch zum Teil wunderschön.

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Aber ich habe auch gesehen, das bei diesem Wetterextremen viele Autos nicht ihr Ziel erreicht haben. Entweder sind sie liegen geblieben oder gar nicht erst los gekommen. Das Fahrrad kann man halt auch mal ein Stück tragen, wenn fahren nicht mehr geht ;-).

Ganz wichtig ist natürlich die richtige Kleidung, dazu habe ich hier schon einmal einen Beitrag verfasst.

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Aber natürlich braucht es auch das richtige Fahrrad, mit der richtigen Ausstattung, ganz wichtig der Reifen. Bei Schnee am besten grobstollig und mit Spikes. Ebenso ist ein Nabendynamo mit einer guten Beleuchtung ein absolutes must have. Gerade wenn die Radwege nicht geräumt sind und man auf der Straße fahren muss.

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Als die ersten Riemenantriebe ans Fahrrad kamen, wurde noch gesagt, das es im Winter durch Schnee und Eis zu Problemen kommen könnte. Es würde nicht empfohlen einen Riemen im Winter zu nutzen. Aktuell kann ich sagen, das der Riemen im Winter mit der Rohloff, das System ist, das bei mir eigentlich nie Probleme macht. Vor allen Dingen, wenn das Rad während der Arbeit, draußen stehen muss. Ich kann mich noch sehr gut dran erinnern, das mir öfter die Ritzel durch Schnee und Eis bei der Kettenschaltung vereist waren. Wenn man Glück hatte, hat man morgens einen Gang eingelegt, der dann steigungstauglich war. Sonst hatt man mit dem Singelspeed (das man dann nur noch hatte) ein echtes Problem, weil nur noch ein Gang ging und alles andere eingefroren war. 

Winter Natürlich ist eine gute Bremse auch wichtig, absolut unproblematisch ist die TRP Spyre. Fahre ich schon mehrere Jahre.

Also mit dem Rad zur Arbeit geht auch im Winter bei Schnee. Einfach mal probieren.

 

 

 

 

 

Jahreskilometer 2020

Ein Freund erzählet mir irgendwann einmal, das er es schaffen möchte 10000 KM mit dem Fahrrad in einem Jahr zu fahren. Damals habe ich für mich gedacht, das ist etwas das ich wohl niemals schaffen werde. 2016 bin ich 5639 KM gefahren. Dann habe ich gedacht, versuch dochmal das nächste Jahr wenigstens 6000 KM zu erreichen. 2017 standen dann 6348 KM auf dem Tacho. Das nächste Ziel war dann die 7000 KM zu erreichen. 2018 habei ich dann 7823 KM gefahren. Nun war meine Ziel die 8000 KM zu knacken, 2019 habe ich 9528 geschafft. Im März 2020 habe ich gedacht wenn du dir 2020 das Ziel setzt eine KM Leistung von 834 KM / Monat zu schaffen und darauf hinarbeitest, dann könnte es ggf. etwas werden mit den 10000 KM/Jahr. Im März kam dann Corona und ich hatte eingetlich geplant wieder 10 Tage in Texas zu sein. Der Flug wurde gecancelt. Also hatte ich 10 Tage Zeit die fehlenden Kilometer aus Januar und Februar nachzuholen. Ende März war das Ziel erreicht für die ersten 3 Monate. Nun hieß es dran bleiben. Ob die gelanten größeren Touren klappen würden, stand in den Sternen. Also habe ich die Hin- und Rückwege zur Arbeit verlängert. Dann hat es im Juni ganz knapp geklappt die Via Claudia Augusta zu fahren und auch der Mainradweg war noch drin. Ende Oktober hatte ich dann die 10000 KM geschafft. Meine Corona Projekt 2 war erreicht. Nunn wollte ich wissen was denn jetzt möglich ist. Am 31.12.20 hatte ich dann 11725 KM erreicht. Jetzt werde ich mal schauen ob ich mir für dieses Jahr das Ziel setze die 12000 KM zu erreichen. Aber genau weiß ich das jetzt noch nicht. Das würde ja bedeuten 1000 KM im Monat zu fahren.

Eine auf jeden Fall schöne Sache ist zu schauen wie die Co ² Einsparung ist. Das kann man hier für sich ausrechnen.

So sieht meine CO ² Einsparung auf den vielen schöne Kilometern in 2020 aus.

CO2-einsparung

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Alles Gute für 2021

Wir wünschen euch für 2021 alles, alles Gute und viele schöne Kilometer auf euren Rädern. Natürlich hoffen wir, das wir im neuen Jahr wieder die Freiheit haben auch im Ausland unsere Runden zu drehen und durch das Virus nicht mehr so eingeschränkt sind. In diesem Sinne kommt gut ins Jahr 2021.

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Tandem oder Singel Bike wo sind die Vorteile wo die Nachteile?

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Tandem oder Singel Bike welches ist die beste Art für Paare mit dem Rad zu Reisen? Wir können hier entweder das Patria Terra oder das Santos Doubel Travel empfehlen. Wir haben ja schon beide Varianten ausgiebig getestet. Aber es ist wie bei allen Sachen, es gibt keine klare Empfehlung für eine der beiden Arten, sondern man kann diese Frage eigentlich nur damit beantworten: Es kommt darauf an.

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Vorteile Tandem:

  • Man kommt immer zusammen an.
  • Man kann sich gut unterhalten.
  • Jeder gibt was er kann.
  • Es gleicht Leistungsunterschiede aus.
  • Auf flachen Etappen ist man sehr zügig unerwegs.
  • Man reist mit weniger Gepäck, das ist der Tatsache geschuldet das man weniger mitnehmen kann und eigentlich ein Vorteil (man kann auch mit Anhänger fahren z.B. BoB Yak und dann soviel Gepäck mitnehmen wie auf Einzelrädern)

Nachteile Tandem:

  • Geringere Zuladung.
  • An den Steigungen ist man langsamer als mit Einzelrädern.
  • Größerer Wendekreis.
  • Derjenige der mehr gibt, ist abends denn meistens auch etwas müder als wenn er alleine radelt.
  • Ist schwerer zu transportieren mit Auto, Bahn oder Flugzeug.
  • Man muss den gleichen Rhythmus beim Treten finden.

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Vorteile Solorad:

  • Man kann mehr Gepäck mitnehmen, das ist vor allen Dingen wenn man für 3-4 Jahreszeiten packen muss ein Vorteil.
  • Ist wendiger.
  • Einfacher zu tranportieren mit Auto, Bahn und Flugzeug.
  • Einkäufe kann einer allein erledigen.
  • Steigungen sind leichter zu bewältigen, das liegt bei der Rohloff z.B. daran das man die Nabe für ein Einzelrad leichter übersetzen darf als für ein Tandem.
  • Jeder kann seine eigene Frequenz treten.

Nachteil Solorad:

  • Man kann sich nicht oder schlechter unterstützen.
  • Jeder kämpft alleine.
  • Man nimmt ggf. mehr mit, als man eigentlich braucht.
  • Kommunikation ist schwieriger.
  • Der stärkere Fahrer/-in muss sich immer bremsen, der schwächere fährt ggf. immer am Limit.

Fazit

Aktuell finden wir es super unser Tandem im Sommer (weniger Gepäck) an Flussradwegen oder auf Touren in flacherem Terrain zu bewegen. Wenn Steigungen, dann müssen es für uns nicht die Alpen sein mit dem Tandem. Was nicht bedeutet das, das nicht mit einem Tandem funktionieren würde. Das setzt dann aber zwei konditionell gleich starke Partner voraus, die es lieben Stiegungen zu fahren.

Die stärken bei den Solorädern liegen in bergigerem Gelände und das man mehr Gepäck mitnehmen kann, das ist für uns dann wichtig wenn man in mehreren Klimazonen unterwegs ist.

Also Tandem oder Solobike, wie schon oben geschrieben, es kommt darauf an ;-). Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile.

 

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Senne Radweg

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Oktober 2020, eine Woche Urlaub und geplant war eingentlich mit Lydia den Moselradweg zu fahren. Aktuell hält aber die Pandemie mit dem Coronavirus die Welt in Atem. Der Moselradweg beginnt in Frankreich und man hat die Möglichlichkeit in Luxemburg an der Mosel entlang zu fahren. Aktuell steigen die Fallzahlen und die Kanzlerin empfiehlt unnötige Reisen zu vermeiden. Gut wenn man dann in einer landschaftlich schönen Gegend wohnt, dann eröffnen sich auch schöne Radtouren vor der Haustür. Wir haben uns dann recht spontan, zwischen den Regenschauern, für den Senneradweg entschieden. Ein Rundkurs in OWL der nicht weit von unserem Zuhause liegt. Man hat hier viele Besichtigungsmöglichkeiten, uns haben die Externsteine und Schloß Neuhaus gereicht. Man hätte aber auf der Route, wenn man Sightseeing machen möchte, sehr viele Möglichkeiten, mit Detmold, Lippe, Paderborn, usw.. Wir hatten bei den schönen Herbstfarben auf unserem Santostandem, einen schönen Tag und abends gut 100 Km auf dem Tacho. Besonders zwischen Berlebeck und den Externsteinen sammelt man den ein oder anderen Höhenmeter. Ist dann ein gutes Training für die Oberschenkel. Der senneradweg eignet sich regionla für die Radler hier in der Gegend, ist aber durchaus auch eine Reise wert, wenn man von weiter weg kommt. 

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Sinewavecycles Reactor unspektakulär

Ich habe den Sinewavecycles Reactor auf unserer Tour auf dem Mainradweg getestet. Unspektakulär ist, das der Reactor ganz unauffällig seinen Job macht, er lädt die Powerbank. Dadurch das er elegant im Steuerrohr eingebaut wird, steckt man nur ein USB-Kabel in die USB-Steckdose und schon kann es losgehen, das ganze wirkt dann sehr aufgeräumt. Spektakulär ist natürlich das man hiermit selbst Energie erzeugen und speichern kann.

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Abends nach ca.90 Km war die Powerbank dann voll geladen (Möglicherweise auch schon früher).

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Das Kabel geht vom Reactor zur Powerbank und lädt diese auf. Leider harmonieren die Fospower Powerbank und der Reaktor nicht so zusammen, das gleichzeitig Energie geladen und abgegeben werden kann. Ich hatte mir im Vorfeld noch mal die gleiche Powerbank gekauft, so das die eine dem GPS den ganzen Tag Energie zuführt und die andere geladen wurde (wer nur eine Powerbank nutzen möchte muss das dann im Vorfeld ggf. einmal checken ob Laden und Energieabgabe gleichzeitig möglich sind). Das hat sehr gut funktioniert. Der Sinewave Reactor startet mit dem Laden schon ab sehr langsamen Geschwindigkeiten, ab 5,5 Km/h volle Energiezufahr hat man ab 14,4 Km/h, Maximale Energie ist 1 A.  Ich bin von dem System überzeugt, es erfüllt meine Ansprüche.

Mit Freunden unterwegs auf dem Mainradweg

Einen Teil des Sommerurlaubs haben wir auf dem Mainradweg verbracht. Mit guten Freunden wollten wir zusammen die gut 500 KM in 7 Tagen schaffen. Für uns mal wieder ungewohnt statt des  Santos Tandems unsere beiden Patria Reiseräder zu benutzen. Es führt unweigerlich dazu, das wenn man mehr Platz hat, dann auch wieder mehr Sachen mitnimmt als man eigentlich braucht. Auf einem Flussradweg der überwiegend flach ist, kann man das dann ja auch mal machen. Dann liegt der Schwerpunkt dieses mal mehr auf Komfort und Luxus ;-). Den Bericht gibt es zum Mainradweg 2020 hier.

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Strom aus dem Nabendynamo 2

Über lange Jahre habe ich auf meinen Touren immer das E-Werk von Busch und Müller benutzt um meine Powerbank durch den Nabendynamo aufladen zu können. Das hat sehr gut funktioniert. Das einzige was mich gestört hat, war der An- und Abbau und das die Kabel immer irgendwo rumbaumeln. Also habe ich mich auf die Suche gemacht, nach einer integrierten Lösung. In Deutschland schaut man dann by Cinq und guckt sich “The Plug” an. Dieses System hat einen integrierten Akku der im Steurrohr versenkt wird. Das ist eine elgante Lösung, hat aber aus meiner Sicht den Nachteil, das der Akku ein Teil des Systems ist. Akkus haben generell eine begrenzte Lebensdauer. Ist der Akku verschlissen bedeutet das wieder Umbau und Austausch. Ich habe dann dieses System wieder verworfen. Hat aber auch damit zu tun gehabt, das meine Kontaktanfrage leider nicht beantwortet wurde. Für mich ist eine Lösung bei der ich eine Powerbank in der Lenker oder Rahmentasche platziere und dort lade deutlich besser. Der Vorteil ist, das ich bei einer defekten Powerbank, diese einfach austauschen kann. Man muss sich nur für ein Modell entscheiden, das gleichzeitg Energie abgeben kann und aufladen kann. Hier habe ich mich für Fospower entschieden. Ein kleiner 10200 mAh Akku, der aber mit dieser Kapazität locker ausreicht ,weil er ja immer wieder mit Energie versorgt wird. Außerdem ist der Wasserdicht was bei Outdooraktivitäten ja auch nicht schadet. 

Bei meiner Recherche im Netz bin ich bei der US Amerikanischen Firma Sinewave Cycles gelandet. Die Firma bietet mit dem Sinewave Cycles Reactor

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eine vollintegrierte Lösung an. Was mich begeistert ist die Verarbeitung mit  Goldkontakten, da gammelt und oxidiert nichts. Dann gibt es mehrere Farbtöne, bei mir passt zum Bike am besten Silber. Was aber wirklich gut war, war der Austausch mit Dave über E-Mail. Hier wurden alle Fragen beantwortet. Für mich war im Vorfeld wichtig, die Frage zu klären ob ich die Gabel mit dem Sinewave Reactor leicht ausbauen kann, wenn ich meinen Rahmen mit den S&S Kupplungen zerlegen möchte. Dies wurde mir bestätigt. Dann war letztendlich noch wichtig zu klären ob und wie der Versand nach Deutschland in der aktuellen Corona Pandemie von statten gehen könnte. Auch hier gab es gute Tipps und es hat letztendlich alles gut geklappt. Ich habe den Sinewave Reactor dann eingebaut, was auch sehr unkompliziert ist. Eine Einbau-Anleitung findet ihr hier. So sieht das Endresultat aus und es funktioniert perfekt.

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Ein intensiver Test wird dann nächste Woche stattfinden bei unserer Tour auf dem Mainradweg.

Hier noch die Details:

UNBEGRENZTE POWER FÜR:

  • Telefone
  • Powerbanks
  • aufladbare Beleuchtung 
  • aufladbare Lautsprecher 
  • im Prinzip jedes USB ladbare Gerät 

FEATURES:

  • wasserdicht
  • goldbeschichtete USB Stecker die nicht rosten oder korrodieren 

SPEZIFIKATIONEN:

  • fängt an zu Laden bei 5.5 km/h
  • volle Ladeleistung bei 14.4km/h
  • max Stromleistung: 1 Amp
  • Gewicht: 43 g (35g Reactor; 8g Kabe)
  • Bauhöhe: 9.8mm
  • Kabellänge: 36″ (91 cm)

VCA/Via Claudia Augusta 2020

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Hier ist der Bericht meiner Alpenüberquerung mit dem PatriaTrail/Graveller diesmal in der Gravelversion, aber mit leichtem Tubus Fly Gepäckträger. Zeigt einmal mehr die Wandelbarkeit von dem Rad. Ich hatte mich aus verschienden Gründen gegen die Lenkerrolle entschieden. Ein Grund war das ich gern die Karte von der VCA im Blick haben wollte, das geht nun einmal nur mit der Vaude Lenkertasche. Packtaschen machen das Rad dann wieder etwas schwerer und der Gepäckträger auch. Aber dieses Setup hat sich auf der Via Claudia Augusta bestens bewährt. Den aktuellen Bericht gibt es hier.

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Mein Patria Trail Graveller

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Ich für mich mag Fahrräder die nicht nur einen Einsatzzweck abdecken, sondern eine gewissen Vielseitigkeit haben. Heute geht es um mein Patria-Rahmen-Update und die unterschiedlichen Einsatzwecke die ich mit dem Rad abdecken kann. Man könnte hier auch von der Eierlegenden Wollmilchsau sprechen.

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1. Hardtail mit Rennlenker (Salsa Cow Chipper) und Schwalbe Nobby Nic. Ich könnte auch einen geraden Lenker fahren mit längerem Vorbau. Aber aktuell mag ich den Rennlenker sehr. Wenn man wie ich, kaum verblockte Pfade fährt, sondern eher auf Waldwegen unterwegs ist, geht das mit dem Rennlenker inordnung . Wenn man aber auf vielen engen und verwinkelten Singeltrails unterwegs ist, dann würde ich wohl eher einen Flatbar montieren.

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2.Graveller ungefedert. Hier kombiniere ich den Patria Rahmen mit einer Surly ECR Gabel und einem Conti Speed King. Ein sehr leichter 2,2″ breiter Reifen. Mit dem ist man auf Gravelroads sehr komfortabel unterwegs und er lässt sich dementsprechend schnell beschleunigen. Der Umbau der Gabel ist in weniger als 20 Minuten erledigt. Der Rahmen und die Gabel haben verschiedene Gewindeösen, so das man hier Anythingcages befestigen kann, um noch zusätzlich Gepäck am Rahmen befestigen zu können.

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3 Bikepacker. Man kann hier diverse Taschen am Rahmen befestigen. Die Anythingcages am Hinterbau ermöglichen es hier noch z.B. eine Schlafmatte und ein Kopfkissen zu transportieren. An der Federgabel kann man mit den neuen Vaude Trailmulti sogar noch zusätzlich Gepäck mitnehmen. Auch Schutzbleche und Ständer kann man montieren wenn man das möchte. Vieles kann, nichts muss. Die aktuellen Felgen sind für ein Systemgeicht von 120 Kg zugelassen. Ansonsten könnte man an dem Rahmen, auch Gepäckträger montieren. Müsste sich dann nur an die Zuladungungsgrenze halten. Ich kann an dem Rahmen viel befestigen und viel mitnehmen. Aber je nach angestrebter Reisegeschwindgkeit eben auch nur Lenkerrolle und Sattetasche mitnehmen und mich dann dafür entscheiden schnell und leicht unterwegs zu sein.

Was ich an dem Rahmen super finde, ist das er viele Optionen offen lässt. Er ist so zu sagen ein Triathlet. Spezialisten, wie MTB oder Rennrad sind für einen Einsatzzweck gebaut und können diese eine Sache gut meistern, schnell im Gelände oder schnell auf der Straße. Was ich mag ist die Vielseitigkeit, meistens werde ich das Rad mit Federgabel im Wald nutzen, zeitweise als Gravelbike selten mal Bikepacking. Erspart mir den Kauf von 2 Rädern. Bikepacking ist ja grundsätzlich sowohl mit dem MTB, als auch mit dem Rennrad möglich. Wobei man beim Rennrad schon sehr das Systemgewicht im Auge behalten muss. Bei ultraleichten Rennrädern ist da manchmal bei 80 Kg schluss. Wenn ich da mit meinen 77kg drauf platznehme und dann noch 2 Trinkflaschen mitnehme, ist das Bike dann schon fast überladen ;-).

 

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Patria Bikepackingrahmen

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Ein Video mit besser erkennbaren Details gibt es hier.

Aktuell interessiert mich das Thema Bikepacking. Was Bikepacking ist, ist eigentlich nicht ganz klar defeniert. Ich ordne das für micht so ein, das man auf Radtour oder Reise mit minimalistischen Gepäck unterwegs ist, das direkt am Rahmen befestigt wird. Nun stellte sich mir die Frage ob ich mir dann ein neues Rad aufbaue. Ich habe mich aber dann dafür entschieden, meinen alten Rahmen um ein paar Gewindeösen ergänzen zu lassen und ihn bei Patria neu lackieren zu lassen. Ergänzt wird der Rahmen durch eine Surly ECR Stahlgabel, mit ganz vielen Gewindeösen an der man Anythingcages befestigen kann oder auch einen Low Rider. Der Rahmen kann mit 27,5 Zoll Rädern oder mit 26 Zoll Rädern bestückt werden. Aktuell habe ich mich entschieden den Rahmen weiterhin mit 26 Zoll zu fahren. Das lässt die Möglichkeit zu, weiterhin die alte Magura Federgabel zu nutzen und so ist das Bike, breit einsetzbar. Mal auf Trails und mal zum Graveln. Das erklärt dann auch den Namen dieser Sonderanfertigung Trail Graveller. Wie das Endprodukt ausschaut, seht ihr dann im Mai ich werde hier dann beide Varianten präsentieren. Aktuell wird der ein oder andere sagen, wenn dann auf jeden Fall 27,5 Zoll dann rollst es einfacher über Stock und Stein. Ja das ist richtig, aber für mich zählt nicht das Tempo im Wald, sondern nur abseits der Straßen unterwegs zu sein. Dafür reicht ein dicker 26 Zöller für meine Verhältnisse erstmal aus.

Sind Riemenantriebe effizienter als Kettenantriebe?

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Wenn du jemals die Kurbel eines Fahrrads mit Riemenantrieb gedreht hast, wirst du feststellen, dass er sie sich nicht so leicht drehen lässt wie bei  Fahrrädern mit Kettenantrieb. Mit anderen Worten, es gibt zusätzlichen Widerstand im Antriebsstrang. Wie viel Widerstand ist das im Vergleich zu einem Kettenantriebsstrang bei unterschiedlichen Leistungsabgaben?

Riemen bieten einige Vorteile gegenüber Ketten: Eine längere Lebensdauer (15.000 – 30.000 km!), wenig bis gar keine Wartung des Antriebsstrangs (kein Schmiermittel), geräuschloser Betrieb und ein geringeres Gewicht.

Die Hauptnachteile vom Riemenantrieb sind, dass du einen riementauglichen Fahrradrahmen benötigst und die Teile in Geschäften schwer zu finden sind, auch sind die Anschaffungskosten höher.

Friction Facts, ein Unternehmen, das 2016 von CeramicSpeed übernommen wurde, führte einen sehr interessanten Test durch, um die Effizienz eines Gates-Riemenantriebsstrangs im Vergleich zu einem typischen Kettenantriebsstrang zu bestimmen. Es stellte sich heraus, dass je nach Leistungsabgabe sowohl Riemen als auch Ketten effizienter sein können.

Die Hauptreibungsquelle in einem Kettenantriebsstrang ist die Spannung, die durch das Treten des Fahrers erzeugt wird. Riemenantriebe sind anders, da die Hauptreibungsquelle einfach die Spannung am Riemen ist, wenn er auf den Riemenscheiben installiert ist.

Bei Riemenantrieben ist eine hohe Vorspannung erforderlich, da der Riemen ohne diese Spannung auf den Zahnrädern überspringt. Eine Kette erfordert auch eine Vorspannung, um den Eingriff mit den Zahnrädern zu gewährleisten, aber diese Vorspannung ist im Vergleich minimal. Das Gewicht einer hängenden Kette reicht normalerweise aus.

Den ganzen Bericht und den genauen Test und die Erklärungen dazu findet ihr bei Alee Denham Cycling About

Es ist ein sehr technischer Bericht, das Fazit daraus ist, das in der Praxis ein Kettenantriebsstrang einen Vorteil von etwa 1 Watt hat, wenn man sehr leicht in die Pedale tritt. Bei der durchschnittlichen Leistung eines Fahrradreisenden sinkt dieser Wert jedoch auf etwa 0,45 Watt.

Es hängt auch noch vom Fahrergewicht ab und dem Tretstil und dann verändern sich die Widerstände je nach Riemenspannung auch noch etwas.

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Es wurde auch die Reibungsverluste von Kettenschmierstoffen ausführlich getestet und es stellt sich heraus, dass zwischen ihnen ein Unterschied von bis zu 5 Watt besteht! Ich finde diese Informationen sehr interessant, da alle Vorteile einer Kette gegenüber einem Riemen (geringere Leistung) durch die Verwendung eines Schmiermittels für Ketten, leicht zunichte gemacht werden können.

Die Erkenntnis aus diesen Tests ist, dass du übliche Schmiermittel für trockene Ketten vermeiden solltest. Wenn entweder Haltbarkeit oder Watt von Bedeutung sind – Wachs- und Nassschmiermittel sind die schnellsten und am wenigsten strapazierfähigen Schmierstoffe für den Kettenantrieb. Es ist auch wichtig, die Kette so sauber wie möglich zu halten, um eine längere Lebensdauer und Effizienz zu erzielen.

Als Fazit nehme ich aus diesem Test mit, dass der Riemenantrieb und die Kette was die Reibungsverluste angeht eigentlich auf Augenhöhe sind. Oder sagen wir mal der Riemenantrieb hat hier keine wirklichen Nachteile, denn die Kette kann ihren Vorteil nur bei wirklich sehr guter Pflege und der Verwendung des richtigen Öls voll ausspielen. Wenn du die Kette beim Fahren hörst, bist du eigentlich schon mit der Kettenpflege zu spät dran und die Reibungsverluste durch die schlecht gepflegte Kette sind höher als der 1 Watt Nachteil durch die Riemenspannung. Ich für mich habe gerade beim Alltagsrad den Riemenantrieb sehr schätzen gelernt, weil er einfach deutlich pflegeleichter ist und somit mehr Zeit zum Fahren bleibt und man weniger Zeit in die Antriebspflege stecken muss. Von mir bekommt der Riemen einen klaren Daumen hoch.