Fliegen mit der Rohloffspeedhub

Transporthinweise

Beim Transport des Fahrrades mit Rohloff SPEEDHUB 500/14 sollte darauf geachtet werden, dass das Hinterrad stehend transportiert wird.

Im Auto oder im Flugzeug kann es zu größeren Temperatur- und Luftdruckveränderungen kommen. Diese können beim liegenden Transport der Rohloff SPEEDHUB 500/14 einen Ölaustritt aus den Dichtungen verursachen (im liegenden Zustand steht das Öl auf der linken oder rechten Achsdichtung).

Sollte der stehende Transport nicht möglich sein, ist durch entsprechende Verpackung bzw. Unterlage dafür zu sorgen, dass evtl. austretendes Öl keinen Schaden anrichtet. Bei stehendem Transport der Rohloff SPEEDHUB 500/14 haben Temperatur- und Luftdruckveränderungen keine Auswirkung. (Auszug aus dem Rohloffhandbuch)

Wenn man sein Rohloff-Bike für einen Flug vorbereitet, dann packt man es in einen Fahrradkarton und gibt es ab. Ab dem Moment kann man eigentlich nicht mehr sicherstellen, das es stehend transportiert wird. Auch ein netter Hinweis auf dem Karton kann helfen, wird es aber nach meiner Erfahrung eher nicht beachtet.

Ich habe das für mich wie folgt gelöst. Wenn ich mit der Rohloffspeedhub fliegen muss, dann spüle ich die Nabe mit dem Spülöl durch und sauge das Öl anschließend ab.

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Schraube wieder rein, in der Nabe ist dann kein Öl mehr und es ist egal ob das Bike liegend oder stehend tranportiert wird.

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Dann gehören ins Bordgepäck 25ml Speedhuböl in einer Spritze (oder wenn man mit zwei Bikes fliegt eben 50ml Speeduböl) und der Schlauch zum befüllen der Nabe und ggf. eine neue Ölablasschraube.

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Die Spritze bekommt man mit einem Kombistopfen (Klinikbedarf) sehr gut abgedichtet, den kann man in der Apotheke kaufen.

Wenn man dann sein Bike am Flughafen fahrfertig macht, braucht man nur kurz das Öl einfüllen, neue Ölablassschraube reindrehen fertig. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich vor allen Dingen für Bikes mit einer Scheibenbremse. Ölaustritt auf der linken Seite kann zum Verlust der Bremswirkung führen.

Für den Ökologischen Fussabdruck ist natürlich immer am besten, seine Radtouren direkt ab der Haustür zu starten. Aber leider ist das nicht immer möglich, wenn man von diesem schönen Planeten, verschiedene Länder entdecken will und nur 6 Wochen Urlaub im Jahr hat.

Schmutzfänger/Mud Flap

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Als ich radfahren gelernt und mein erstes Fahrrad bekommen habe, war eins der wichtigsten Features die man damals als junger, cooler Radfahrer haben musste, ein weißer Schmutzfänger mit einem großen blauen D für Deutschland drauf.

Da ich ja wirklich bei jedem Wetter mit dem Fahrrad unterwegs bin, stellt man eigentlich immer wieder fest, dass die Füße, der Tretlagerbereich und die Kette, wenn es regnet oder auch nur nach einem Schauer die Straße nass ist, immer komplett bespritzt bzw. verdreckt werden. Auch wenn wir mit den Rädern auf Tour sind, ist die Brennstoffflasche, die unten im Flaschenhalter vor dem Tretlager sitzt, immer total eingesaut. Ich habe mir schon längere Schutzbleche von Gilles Berthoud besorgt, aber auch die haben das Problem nur reduziert und waren immer noch nicht lang genug. Also habe ich mich im WWW darüber informiert ob es noch Schmutzfänger gibt. Aktuell  habe ich mich für den Mud Flap von Brooks entschieden. Das Leder ist mit 6mm so stark, das er sich auch wenn er nass ist, nicht gleich wegklappt. Ich habe den Schmutzfänger von der Schutzblechinnenseite montiert, dass stützt den Mud Flap zusätzlich. Die Schrauben habe ich übereinander gesetzt so das der Schmutzfänger schön in die Rundung des Schutzblechs reingezogen wird.

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Bei der Montage sollte man darauf achten, das der Schmutzfänger 8cm über dem Boden montiert ist. Die letzen Tage hatten wir den ein oder anderen Schauer und ich bin immer im Regen, oder bei nassen Straßen unterwegs gewesen. Ich bin von dem Ergebenis begeistert, der Tretlagerbereich ist deutlich weniger verdreckt. Positiv ist vor allen Dingen, das die Kette weniger Wasser ab bekommt und dann seltener geschmiert werden muss. Die Füße bleiben auch trockener, zumindest was das Wasser angeht, das der Reifen sonst auf die Schuhe schleudert. Aktuell ist Frühling und die Radwege sind oft voll mit Schnecken. Es ist unmöglich immer allen auszuweichen, so gesehen bleibt auch viel Schneckenschleim im Schmutzfänger hängen und wird nicht auf Rad und Fahrer verteilt. 

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Die Vorteile habe ich oben beschrieben, was sind denn die Nachteile? Nun auch dieses Zubehöhr wiegt wieder ein paar Gramm und macht das Rad dadurch etwas schwerer. Auch dürft sich die Aerodynamik etwas verschlechtern, weil der Schmutzfänger etwas breiter als das Schutzblech ist. Der Brooks Mud Flap hat folgende Maße:

  • Länge: 143 mm
  • Breite oben: 54 mm
  • Breite unten: 106 mm

Mein Fazit ist, das ich für den Ganz-Jahres-Betrieb mit dem Mehrgewicht und der schlechteren Aerodynamik gut leben kann. Die Schutzfunktion des Schmutzfängers, was das Schmutzwasser von der Straße und den Dreck angeht, überwiegen für mich eindeutig. Auch die Wartungsintervalle an der Kette werden dadurch reduziert. Die Vorteile überwiegen für mich eindeutig die Nachteie, und wenn ich wegen der schlechteren Aerodynamik 15sec später auf der Arbeit ankomme, ist mir das die Sache wert. Die Zeit spare ich dann beim Waschen und Pflegen des Bikes wieder ein. ;-).

 

 

 

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Reifenwechsel am Reiserad

Nach über 20000 KM mit dem Schwalbe Marhaton XR, habe ich mich entschieden auf einen anderen Reifen umzusteigen. Wenn man sich nur das Profil anschaut, hätte man den Reifen ohne weiteres noch 10000 KM fahren können.

 

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Grundsätzlich ist der Schwalbe Marathon bzw. sein Nachfolger der Schwalbe Mondial ein guter sehr langlebiger Reifen, für viele unterschiedliche Fahrbahnoberflächen. Auf Asphalt läuft er nicht besonders schnell, dafür aber ziemlich Pannensicher. Schotter ist kein Problem und selbst im Sand und Matsch hat man noch soviel Grip, das man damit weiter kommt. Ein Generalist, kann nichts perfekt aber vieles ziemlich gut. Letztendlich hat der Reifen an seiner Karkasse an Elastizität verloren, was einfach am Alter liegt. Eine Steife Karkasse macht den Reifen dann noch langsamer, als er ohnehin schon ist. Rückblickend bin ich aber gerade mit dem Reiserad selten bis garnicht im Sand oder Matsch unterwegs gewesen, also habe ich mir die Frage gestellt sollte ich den Schwalbe Mondial als Nachfolger nehmen, oder doch mal einen anderen Reifen ausprobieren. Bei meiner Recherche bin ich auf amerikanische Firma René Herse gestoßen. Diese Firma hat ein interessanters Reifenprotfolio. Für mich war klar, das ich einen Reifen mit mindestens 50mm Breite haben wollte. Die Maximale Reifenbreite für mein Patria Argos ist mit 50mm Breite für 26″ angegeben. Bei Rene Herse´hat mich sofort der Rat Trap Pass TC angesprochen. Angegeben mit einer Reifenbreite von 53mm auf einer Felge mit einer Weite von mehr als 23mm, was auf meine Ryde Big Bull zutrifft. Da stellten sich gleich mehrere Fragen, passt Reifen der noch in den Rahmen (dazu gibt es auf der Rene Heres Seite im Journal einen guten Beitrag), ist das Schutzblech breit genug und ist der Abstand zwischen Schutzblech und Reifen noch groß genug?

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Ich habe mich dazu bei Dailybreadcyles beraten lassen, Deutscher Anbieter von Rene Herse Produkten, und die Aussage dort war, das es passen könnte. Letztendlich blieb aber nur ausprobieren. Nachdem ich den Reifen aufgezogen hatte, habe ich zuerst die Breite gemessen.

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Der Reifen ist bei einem Luftdruck von 2,5 Bar auf meiner Ryde Big Bull 52mm Breit. Also 1mm schmaler als angegeben. Das kommt mir bei meinem Rahmen ja schonmal entgegen.

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Laut Jan Heine von Rene Herse braucht ein Reifen minimal 3mm Platz rechts und links von Gabel und Rahmen. Ich habe das nachgemessen, bei mir ist dort 1 cm Platz rechts und links, also genug Platz für den Breiten Reifen.

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Die nächste Frage war, ist genug Platz zwischen dem Reifen und dem Schutzblech? Und wieviel cm ist denn genug? Die Empfehlung von Jan Heine ist 1,5 – 2 cm. Passt also auch.

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Ist das Schutzblech breit genug? Dazu gibt es unterschiedliche Aussagen Jan Heine würde breitere Bleche empfehlen. Gilles Berthoud sagt das die 26″ 60mm breiten Schutzbleche für Reifen bis 26″ Reifen mit einer Breite von 2.3″ (58mm) passen.

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Wenn ich mir das Bild anschaue, dann würde ich sagen breiter wäre bestimmt besser, aber das wird so funktionieren.

Nachdem der Reifen nun montiert  ist, ist ja die alles entscheidende Frage, wie fährt er sich und wo sind die Vor-/Nachteile. 

Vorteile:

  • Der Rat Trap Pass in der Endurance Variante ist mit 500g, 220g leichter als der Schalbe Mondial.
  • Der Reifen läuft spürbar leichter, das macht in der Endgeschwindigkeit 1-2 Km/H aus. Bei 220g weniger in der rotierenden Masse, ist das deutlich spürbar.
  • Läuft super auf der Straße aber richtig gut auf Schotterstraßen und Wald-/Feldwegen.

Nachteile:

  • In Sand und Matsch hat man natürlich keinen Grip mit der Oberfläche (aber dafür wurde der Reifen auch nicht gemacht).
  • Der Preis von 91,.-€ pro Reifen zzgl. Versand, ist recht hoch.

Was die Pannenanfälligkeit angeht, kann ich nach aktuell ca. 1000 Km nur sagen, das ich noch keinen Platten hatte. Aber dazu werde ich nach einigen Touren bestimmt mehr sagen können, ich werde darüber berichten.

 

 

Q-Faktor

Der Q-Faktor ist der äußere Abstand der Pedalarme. Ich habe um das zu verdeutlichen mal ein Foto gemacht.Q-Faktor4

Auf dem Foto kann man erkennen, das der Abstand zwischen der einen Außenseite der Kurbel und der anderen, genau 180mm beträgt.

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Warum ist es wichtig, sich mit dem Q-Faktor zu beschäftigen? Ich habe mehrere Fahrräder und habe festgestellt, das ich auf drei von den Rädern lange Strecken von 100-200 Km ohne Beschwerden fahren kann. Bei meinem schwarzen Patria Ranndonneur, den ich selbst aufgebaut habe, bekam ich bei längeren Distanzen immer Knieprobleme. Auch auf kurzen Strecken, fühlte ich mich auf dem Rad nicht wohl. Irgendwann habe ich mal den Q-Faktor bei meinen Bikes bestimmt und habe festgestellt, das beim Randonneur der Abstand mit 184mm am höchsten war. Die Shimano LX Hollowtech 2 Kurbel hatte ich mal sehr günstig im Ausverkauf bekommen. Leider passt dieser breite Q-Faktor nicht zu meiner Anatomie. Ich habe unten auf dem Bild den äußeren Abstand zur Kettenstrebe gemessen, es sind ca. 35mm.

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Nun war für mich klar, das ich die Kurbel austauschen werde. Ein Grund warum ich wieder zum Vierkant gewechselt bin, habe ich im vorherigen Beitrag schon erklärt. Der andere Grund ist, das man über die Achslänge des Vierkant-Innenlagers Einfluss auf den Q-Faktor nehmen kann. Kürzere Achse = kleinerer Q-Fafktor. Natürlich muss immer noch genug Platz für die Kettenblätter und Pedalarme zum Rahmen sein. Ich habe dann bei Radplan Delta eine Dolomiti III 104/64 Lochkreisdurchmesser, mit 170 Kurbelarmlänge bestellt. Die Innenlagerlänge ist 107mm.

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Man kann auf dem Bild sehr schön erkennen, das der äußere Abstand des Pedalarms zur Kettenstrebe um 6mm abgenommen hat. Dadurch ist der Q-Faktor dann 12mm kleiner, als bei der LX Kurbel und liegt jetzt bei einem Wert 172mm. Durch eine 2 Fach Kurbel kann man den Abstand noch um 3-4 mm verringern, ist aber auch stark von dem Kurbel-Modell abhängig. Wenn man ein Fahrrad mit schmaleren Reifen fährt, kann man hier auch noch bessere Werte erziehlen. In einer Studie wurde bei Radprofis ermittelt, das sie die beste Leistung mit einem Q-Faktor von 137-144mm erreichten. Ob und welcher Q-Faktor für wen am besten passt, kann man pauschal aber nicht sagen. Hier geht es um anatomische Vorausetzungen und letztendlich um ausprobieren. Aber dieser biomechanische Faktor hat Einfluss auf die Wattleistung und die Ermüdungsresistenz des Fahrers. Außerdem soll er Verletzungen vermeiden und das Fahrrad komfortabel machen.

Wie genau wird der Q-Faktor ermittelt?

An meinem Rad habe ich von dem rechten und linken Pedalram Außenseite bis zum Sattelrohr gemessen re+li 69,5mm. Dann habe ich mit dem Meßschieber den Durchmesser des Sattelrohrs ermittelt, 33mm. Daraus ergibt sich 69,5+69,5+33mm= Q- Faktor von 172mm.

Innenlager

Innenlager, früher nannte man es Tretlager, die Amerikaner nennen es Bottom Bracket. Unterschiedliche Namen für ein unscheinbares Teil. Es ist ja mittlerweile so, das in immer kürzeren Intervallen, es neue Innenlagerstandards gibt. Unterschiedliche Durchmesser und Montagearten Pressfit, BSA, Italienische etc. . Ich bin an zwei von meinen Rädern viele Jahre Hollowtech 2 gefahren .

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Im ganzjahres Einsatz ist das Innenlager bei mir nach ca. 13000 KM verschlissen.

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Jetzt probiere ich mal wieder ein Vierkant-Innenlager JIS (Japanese International Standard).

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Ehrlicherweise muss man sagen, das das System Kurbeln + Innenlager ca. 40g schwerer ist. Da ich aber Radfahren zum Spaß und nicht im Rennmodus betreibe, ist dieser Unterschied für mich nicht wichtig. Eine gute Auswahl an Vierkantkurbeln bekommt man bei Radplan Delta. Was ich in dem Zusammenhang festgestellt habe ist, das das Vierkant Innenlager doppelt so lange dreht, wie das Hollowtech 2. Ein Video dazu gibt es bei mir auf Instagram Innenlager. Möglicherweise hebt das den kleinen Gewichtsnachteil ja wieder auf.

Innenlager3

Auch wenn der ein oder andere Denken mag, das dieses Innenlager ja wohl aus dem letzten Jahrhundert ist (was ja grundsätzlich auch so ist ;-)). Zeigt das Video glaube ich sehr deutlich, das die Reibungsverluste beim Vierkant Innenlager niedriger sind.

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Jahres KM 2021

Im Jahr 2020 bin ich 11725 Km gefahren. Auf Grund der Pandemie und der geltenden Reisebeschränkungen, waren viele geplante Projekte in 2021 leider nicht umsetzbar. Als Radler kann man sich ja dann ein anderes Ziel setzen. Mein Ziel 2021 war dann, 12000 Km im Jahr zu fahren. Auf das Jahr gesehen brauchte ich also nur meinen Monatlichen Durchschnitt von 977 Km  auf 1000 Km zu erhöhen. Um es kurz zu machen, es hat geklappt. Schön finde ich immer, wenn ich dann am Jahresende meine Ökobilanz betrachte. Im Kopf die vielen schönen landschaftlichen Eindrücke, die man dann vom Kopfkino immer mal wieder präsentiert bekommt.

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Alles Gute

wünschen wir den Lesern unserer Homepage, für das Jahr 2022. Verbunden mit der Hoffnung, das hoffentlich die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen in dem neuen Jahr ein Ende finden werden. Nächste Woche rechne ich mal meine Jahreskilometer auf den unterschiedlichen Bikes zusammen und werde dann mal schauen, ob ich mein persönlich gestecktes Ziel erreicht habe. In diesem Sinne wünschen wir euch viele schöne Kilometer in 2022, auf vielen schönen Strecken, hoffentlich Weltweit und wenn das nicht möglich ist, Deutschland ist ja auch wirklich schön.

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Surly ECR Gabel mit Low Rider

Aktuell nutze ich mein Bike Packing Bike für den Hin- und Rückweg von der Arbeit. Wenn das Fahrrad an öffenlichen Plätzen über mehrere Stunden steht, ist es nicht gut alles in den Bikepacking-Taschen zu lassen. Dann ist es nachher weg. Also doch wieder Packtaschen. Im Buch von Jan Heine hatte ich gelesen, das Packtaschen am Vorderrad, minimal besser für die Aerodynamik sind (ohne Packtaschen ist die Aerodynamik natürlich am besten ;-)) als Packtaschen am Hinterrad. Für die ersten Fahrten habe ich an der Surly ECR Gabel, meinen alten SL Low Rider verbaut. Die Surly Gabel hat eine Einbauhöhe von 447mm, ist somit als Austausch-Gabel für eine 100mm Federgabel für ein 26 Zoll MTB geeignet. Eine gute stabile Gabel mit vielen Befestigungsmöglichkeiten für Anything Cages und auch mit Ösen für den Low Rider. Low-Rider1

An der Surly Gabel sind die Befestigungsösen 5,5cm höher angebracht als an den Standardgabeln, die sonst Original bei Patria verbaut werden. Das hat zur Folge das auch der Low Rider höher sitzt. Ich formuliere das mal ganz vorsichtig, es sieht nicht schön aus mit einem Low Rider mit Bügel. Abgesehen von der Optik, wandert auch der Schwerpunkt höher, was sich beim Fahren negativ bemerkbar macht. Also habe ich nach einem Low Rider ohne Bügel beim Marktführer Tubus gesucht.

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Der Tubus Duo ist optisch auf jeden Fall schöner, ein guter stabiler Low Rider. Einziger Nachteil bei Tubus ist, das die Packtaschenhaken den Lack abscheuern und der dann anfängt zu rosten. Das ist aber rein kosmetisch und wirkt sich nicht auf die Stabilität aus. Tubus bietet unterschiedliche Möglichkeiten dem vorzubeugen. Ich probiere gerade das Abriebschutzset, bin da aber nicht von begeistert. Der erste Nachteil ist, das der Durchmesser des Trägers verändert wird. Die 10mm Einsätze sind zu eng und entweder man bekommt die Tasche nicht drauf oder nicht runter. Nimmt man die Einsätze aus den Packtaschenhaken heraus, passt es auch nicht und die Tasche sitzt nicht mehr fest am Träger. Die zweite Option ist das Schutzfolienset. Das werde ich bei Gelegenheit mal testen. Vielleicht denkt Tubus ja mal darüber nach den Duo auch in Edelstahl oder Titan auf den Markt zu bringen, dann wäre das für mich eine sehr gute Option für diese Gabel, denn beide haben kratz- und abriebunempfindliche Oberflächen.

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Der Low Rider hat aber von seiner Form an dieser Gabel dann wieder einen anderen Nachteil, der Imbusschlüssel passt nur noch sehr schlecht in die Öffnung für das Nachstellen des Bremsbelagsverschleis, in der TRP Spyre. Ein Nachstellen der Bremse ist noch möglich aber schwieriger. Man möchte ja auch nicht immer den Low Rider lösen um die Bremse nachzustellen. Wahrscheinlich passt das Surly Front Rack, das habe ich aber nicht getestet, der Träger wäre mir aber mit 1382g eindeutig zu schwer.

Fazit für mich ist, als Bike Packing Gabel ist die Surly ECR top. Stabil, viele Befestigungsmöglichkeiten. Low Rider mit Pack Taschen geht auch aber mit kleinen Schwächen. Alternativ könnte man sich einen Träger selber bauen. Vielleicht denke ich darüber im Winter mal nach wenn das Wetter nicht so verlockend zum Radeln ist.

Bikepacking was ist das eigentlich?

Ist das Bikepacking?

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Ist es die Art, wie die Fahrer der Randonneure schon seit Jahren ihr Gepäck transportieren? Zwei Low Rider Taschen vorn kombiniert mit einer großen Vorderrad-Gepäckträger-Tasche der sogenannten Pizzaback und einer Rahmentasche. Ja, wahrscheinlich ist das so die Urform des Bikepackings. Man könnte auch sagen es ist Tourpacking, also eine Kombination aus dem klassischen Biketouring mit 6 Packtaschen (Lenkertasche, 2 Low Ridertaschen, 2 Hinterradtaschen und einer Gepäckrolle) und dem aktuellen Bikepacking.

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Ich würde für mich Bikepacking heute so definieren, das man sein Gepäck am Fahrrad ohne einen klassichen Gepäckträger transportiert. Bedeutet, das die Taschen mit Gurten, Schrauben oder über Halter direkt am Bike befestigt/verschraubt werden.

Für mich wollte ich ausprobieren ob ich mein Gepäck soweit reduziert bekomme und trotzdem alles dabei habe was ich brauche.

Aktuell fahre ich dazu von Vaude die Trailsaddle – Satteltasche. Was mir daran gut gefällt ist, das man einen Halter hat, in dem die Tasche fixiert wird. Dieser Halter kann dann abends am Rad bleiben und den Gepäcksack kann man mit ins Zelt nehmen. Was ich auch wichtig finde ist, das die Tasche absolut wasserdicht ist. Gesichert wird das ganze nur mit einem Gurt. Geht also schnell abzumachen und schnell wieder zu befestigen.

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Die Satteltaschen (Arschraketen) können beim Fahren hinten am Bike hin und her schwingen. Die Trailsaddel sitzt eigentlich ganz stabil am Bike. Aber weil ich das Rahmendreieck mit Taschen ausgefüllt habe, bleibt dort kein Platz mehr für Trinkflaschen. Von Woho gbit es den Satteltaschen Stabilisator, einen Halter der gleichzeitig die Satteltasche fixiert und auch noch die Möglichkeit bietet zwei Flaschenhalter zu befestigen. Den kann man hier bestellen. Funktioniert prima. In der Satteltasche waren meine Wechselklotten, Regensachen, Handtuch und eine sehr abgespeckte Kulturtasche (Tüte mit Zahnbürste und Duschgel und Minizahnpastatube).

Die Gepäckrolle am Lenker ist ebenfalls von Vaude und heißt Trailfront und ist natürlich auch wasserdicht.

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Was mir aber an Bikepacking-Lenkerrollen grundsätzlich nicht gefällt ist, das die Befestigung am Rahmen dort generell den Lack ruiniert. Das ist gerade für einen Stahlrahmen nicht gut. Das Risiko der Oberflächenbeschädigung, kann man mit Lackschutzfolien reduzieren. Aber wer guckt schon beim Fahren immer nach, ab wann die Schutzfolie nicht mehr schützt und abgerieben wurde. Meine Tasche wird mit 2 Spanngurten am Lenker fixiert.

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Zusätzlich habe ich noch einen Lenkertaschen-Halter, der für den nötigen Abstand zum Rahmen sorgt, verschraubt. Hält perfekt und man kann den Harnsich einfach abklicken. Bekommt man im Fahrradtzubehöhr. Oben drauf hatte ich noch einen kleinen Stuhl fixiert, man wird ja auch nicht jünger ;-), klar ist das Luxus beim Bikepacking. In der Lenkerolle waren mein Standard Schlafsack und ein Topf mit Deckel.

Kommen wir zu den Rahmentaschen, wenn man den Platz im Rahmendreick komplett ausnutzen will, kommt man um eine Maßanfertigung nicht herum. Hier kann ich Gramm aus Berlin empfehlen.

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In der Rahmentasche oben war das Zelt, in der Rahmentasche unten Lebensmittel, Kocher und Geschirr/Besteck. In der Tasche im hinteren Rahmendreick ist das Werkzeug. Unten im Flaschenhalter ist die Brennstoffflasche für den Benzinkocher untergebracht.

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In der Top Tube Bag sind die Snacks und die Powerbank für das GPS.

Anythingcages kann ich bei meinem Patria Bike auf den Sitzstreben, aber auch an der Gabel befestigen.

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Da passt rechts ein aufblasbares Kopfkissen rein und Links die Isomatte.

An der Gabel könnte man jetzt auch noch ein paar Cages anbringen, aber für die Tour habe ich da noch zwei zusätzliche Flaschenhalter angeschraubt.

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Fazit. Was ich interessant fand bei diesem Setup ist, das sich die Aerodynamik deutlich verbessert hat. Es sind damit schnellere Geschwindigkeiten möglich, das bedeutet ich kann (muss nicht) längere Distanzen fahren und brauche dafür deutlich weniger Energie. Für einen 1-5 Tage Trip bekomme ich so eigentlich alles mit was ich unbedingt brauche. Man muss sich aber schon stärker einschränken als beim Bike Touring und der Komfort bleibt ein wenig auf der Strecke. Grundsätzlich lernt man aber das weniger manchmal eben doch mehr ist, ein Mehr in Form vom leichten schnellerem Fahren bei Verzicht auf ein wenig Komfort. Ich kann mir zukünftig vorstellen, das öfter zu machen. Für einen Overnighter reicht das locker aus. Wenn es warm genug ist, braucht man auch nicht soviel Gepäck bzw. nimmt die Kleidung die man mitnimmt im Gepäck weniger Platz weg. Was ich aber auch gut finde ist ggf. beides zu kombinieren. Also Packtaschen Vorne und Hinten kombiniert mit Rahmentaschen, das bringt bestimmt noch einen Vorteil was die Fahrstabilität angeht, wenn man die schweren Lebensmittel unten in der Rahmentasche platziert. Natürlich kann man das ganze auch noch optimieren, kleinerer Kocher, kleinerer Schlafsack, Titanbesteck, Titan Töpfe. Aber das muss ja auch alles finanziert werden und je weniger etwas wiegt, desto teurer wird es dann. Aber die Outdoor Industrie muss ja auch unterstützt werden ;-).Man kann natürlich auch essen gehen oder sich auf kalte Küche beschränken, dann kann man Kocher und Topf weglassen. Wenn man Nachts in einem B&B oder Hotel übernachtet spart man sich Zelt und Schlafsack. Es gibt viele Möglichkeiten sein Gepäck zu reduzieren wo und wie man Übernachtet ist also ein Punkt von mehreren. Ich bin da lieber Unabhängig. Einen Platz für Isomatte und Schlafsack findet sich immer irgendwo. Ob man immer ein B&B oder ein Hotel findet, dürfte gerade in der Hochsaison nicht immer gesichert sein. Das muss dann jeder nach Geldbeutel und Vorlieben entscheiden.

Aber ich glaube wenn jeder mal so bei sich schaut, dann schleppen wir doch alle eher immer zuviel mit. Bikepacking kann einem helfen sich grundsätzlich noch etwas mehr zu reduzieren. Dann wird auch das normale Tourenradfahren leichter.

 

 

Das Gravelbike

ist aktuell in aller Munde. Graveln ist Trend. Scheinbar eine neue, noch nie vorher dagewesene Fahrradgattung, die so will uns die Fahrradindustrie heute glauben machen, ein Weg für Freiheit und Abenteuer ist (brachte man früher mit einer Zigarettenmarke und Coboys am Lagerfeuer in Verbindung).

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Man könnte das Gravelbike auch Breitreifenrennrad nennen oder Allroadbike. Jan Heine aus Seattel hat dazu ein Buch geschrieben, die Allroad-Bike Revolution, das jetzt auch in deutsch hier verfügbar ist. Ein Rad für alles?

Die Fahrradindustrie möchte uns ja gern glauben machen, das man für jeden Einsatzweck ein spezielles Fahrrad braucht. Man kann eigentlich davon ausgehen, das es ein Bike gibt das 90% aller Einsatzwecke gut abdeckt. Schmale Reifen machen ein Fahrrad nicht automaisch schneller, sondern eher den Fahrer schneller müde, der mit seinem Körper die ganzen Erschütterungen absorbieren muss, die diese knallhart aufgepumpten Reifen verursachen. Je älter man wird, desto mehr Mühe macht dann das fahren. Seit Jahren fahre ich schon 26 Zoll Räder mit  Rennlenker und breiten Reifen zwischen 50 und 55mm, ist für mich die perfekte Laufradgröße, die deutlich mehr Vor- als Nachteile hat. Ich fahre also schon seit Jahren ein Gravelbike/Breitreifenrennrad/Allroadbike. Viele Dinge die Jan Heine in seinem Buch beschreibt kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, andere waren für mich neu. Um es kurz zu machen, unbedingt lesenswert, mit vielen nützlichen Zusatzinfromatioen, die einem helfen auch das Warum zu verstehen.

Ein Grund warum das Gravelbike aktuell also so erfolgreich ist, ist weil es ein Allroadbike ist und viele Sachen gut kann also eher ein Generalist als ein Spezialist.

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Usedom mit dem Tandem

 

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Eigentlch wollten Lydia und ich die erste Etappe des Rheinradwegs fahren. Aber leider waren wiedermal Unwetter und starker Regen in der Schweiz angekündigt. Wenn man nur 6 Tage Zeit hat und drei davon soll es sehr nass werden, dann schaut man nach Alternativen. Unsere heißt diesesmal Usedom. Eine kurze 240 Km Runde über Usedom und etwas entlang des Stettiner Haffs mit unserem Santos Tandem.

Den kompletten Bericht finder Ihr hier.

 

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2021 Bericht Moselradweg

2021 haben wir auf Grund der Pandemie 2 kleine Flussradwege gefahren. Durch Unwetter im Süden Deutschands ist der Rheinradweg ins Wasser gefallen, Nordkap nach Stockholm ging wegen Corona leider auch nicht. So haben wir etwas von der Todo-Liste abgearbeitet in der Hoffnung, das dann 2022 wieder Reisen uneingeschränkt möglich ist.

Unseren Bericht vom Moselradweg findet ihr hier.

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Der Bericht über den Fuldaradweg gibt es hier.

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Flexibilität

ist gefragt. Eigentlich würden Lydia und ich auf gepackten Packtaschen sitzen. Die Bikes wären für den Flieger verpackt und es wäre nächste Woche Richtung Nordkapp gegangen. Unser schon gebuchter Flug wurde gecancelt und aktuell sind die Quarantäneauflagen in Norwegen und die Einreisbedingungen für Finnland so, das für uns eine Einreise unmöglich ist. Die Inzidenzwerte sind ja grundsätzlich auf einem guten Weg, aber wir sind wohl etwas zu früh dran, in 4-6 Wochen würde es wohl klappen. Aber das Nordkapp ist ja nächstes Jahr auch noch da ;-).Was macht man dann? Man schaut was man noch so auf der Löffelliste stehen hat. Der Rheinradweg von der Quelle bis zur Mündung ist eigentich erst viel Später geplant, das könnte aktuell eine Option sein. Dann schauen wir mal ob sich das logistisch so kurzfristig ggf. lösen lässt. Mosel- und Fuldaradweg stehen in Deutschland auch noch auf der Liste.

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Hollow Tech 2 oder die ewigen Shimanoänderungen

Neulich war am Patria Terra mal wieder ein neues Innenlager fällig. Die halten irgendwie immer nur so 10000-12500 Km dann ist Ende und das Lager hat soviel Spiel, das es gewechselt werden muss. Wenn man das weiß, hat man natürlich schon das Ersatzteillager bestückt. Nützt nur alles nix wenn Shmano dann mal wieder den Innerlager-Außendurchmesser geändert hat. Es reicht nicht schon 2 Tretlagerwerkzeuge zu haben, Hollowtech 2 und den Einsatz Fit TL – FC32. Jetzt muss ich auch noch Einsatz TL-FC25 kaufen. Denen fällt immer was neues ein und man muss dann nach kaufen. Ist ein Grund demnächst wieder zum Vierkant Tretlager zu wechseln. Da verändert sich nicht alle Nase was und ggf. hält es länger. Ich werde euch auf dem fahrenden halten.

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Transformation

Könnte man Neudeutsch sagen, oder in Deutsch Verwandlung. Es geht um den Umbau eines MTB in ein Bikepacking-/Gravelbike. Vor drei Jahren, hatte ich für meine Jungs einen Maßrahmen bei Patria bauen lassen. Einsatzzweck war damals eindeutig. Es sollte eine MTB werden mit der Option einen Gepäckträger zu montieren. Transformation1Neulich kam dann der Filius mit dem Wunsch, ob man das Fahrrad nicht verändern könne. In der Großstadt würde er die Federgabel eigentlich gar nicht brauchen. Auch wäre ein Rennradlenker jetzt das, was er sinvoll finden würde. Papa könntest du mir mein Bike nicht umbauen? Ja Papa kann. Die Gabel wurde damals (als wenn ich das schon geahnt hätte ;-)) schon von Patria lackiert und durch zwei Ösen erweitert. Es ist eine Surly ECR die von der Einbauhöhe die 26″ 100m Rockshox Federgabel ersetzt und zur Rahmengeometrie passt. Nun brauchte es einen Rennradlenker mit einem kurzen Reach (Salsa Cowbell). Der Vorbau wurde durch einen 30mm kürzeren ersetzt, damit er zu den Körpermaßen passt. Die Magura HS 33 wurde durch eine TRP Spyke mit 180er Discs ersetzt. Die Radschützer wurden gegen SKS Bluemells getauscht. Die Schalthebel wurden durch Microshift BS-M10 abgelöst (ab 10 Fach ist eine Kombnation von MTB Komponenten und Rennradkomponenten nicht mehr möglich oder anders gesagt Shimano Lenkerendschalthebel passen nicht zur MTB Schaltung) diese haben den Vorteil, das man am Hebel für das Schaltwerk zwischen Indexierung und Friktion wählen kann, finde ich super. Schwalbe Hurrikan statt Schwalbe Black Jack MTB Reifen. Dann noch Lenkerband in Sattelfarbe, fertig. In der Coronakriese ist die Ersatzteilbeschaffung die größte Herausforderung gewesen. Ansonsten ist es ein Fahrrad geworden das in Form und Funktion passt. Man könnte sagen es ist ein 26″ Gravelbike geworden und vom Einsatzzweck geht alles vom Bikepacking über Biketouring bis zum Graveln. Also ziemlich dicht an der Eierlegendenwollmilchsau.

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Time to Change Rohloff Steck Riemenscheibe

Winter_Riemen1

Wie so vieles im Leben, gibt es überall Veränderungen. Neulich habe ich mir mal meine hintere Riemenscheibe an der Rohloff angeschaut. Es ist eindeutig erkennbar, das die vielen Kilometer hier ihre Spuren hinterlassen haben. Dann musste ich erstmal nachschauen wieviele Kilometer der Antrieb jetzt gelaufen hatte. Aktueller Kilometerstand für den zweiten Riemen waren jetzt 18879 KM. Riemen 1 hatte knapp 15000 Km gehalten und dann musste das System komplett ausgetauscht werden. Also Riemenscheiben V+H und der Riemen wurden erneuert.

Gates Carbon Drive

In Coronazeiten, ist im Moment die Ersatzteilversorgung im Fahrradbereich, eine echte Herausforderung. Es war gar nicht so einfach, eine neue Riemenscheibe mit 20 Zähnen zu bekommen. Aktuell gibte es hier eine neue Aufnahme. Es werden jetzt Steck-Riemenscheiben verwendet. Bedeute das auch eine Steck-Riemenscheiben-Aufnahme (Was für ein Wort-Ungetüm ;-)) gekauft werden musste, die zum Glück verüfgbar war. Dann brauchte ich noch ein neues Werkzeug, genannt: Rohloff Lock-Ring-Werkzeug. Damit ist der Umbau in Verbindung mit dem alten Rohloff-Ritzel-Abzieher dann kein Problem.

Rohloff Steck-Riemenscheibe

Aktuell hält der zweite Riemen schon 4000 km länger als der erste Riemen. Woran das genau liegt weiß ich nicht. Aber ich habe dieses mal am System nichts gemacht. Beim ersten Riemen habe ich die Riemenspannung öfter kontrolliert und angepasst. Die Riemenspannung hatte durch den Verschleiß der Riemenscheiben nachgelassen. Das nachspannen, scheint sich negativ auf die Lebensdauer des Riemens auszwirken. Ich hoffe, das ich mit dem System vielleicht jetzt 25000-30000 KM schaffe. Beim nächsten Wechsel werde ich den Riemen dann mal versuchsweise mit weniger Spannung fahren, um zu schauen ob dann das ganze System länger hält. Es gibt hierzu eine sehr gutes Video von Alee Denham von cyclingabout. Alee fährt seinen Riemen mit sehr wenig Spannung und schafft ca. 30000 Km mit einem System. Ohne einen Wechsel der Riemenscheibe.

 

 

Radfahren im Winter

Winter

Der Februar 2021 war für gut eine Woche, ja ein Ausnahmewinter. Selbst als routinierter Ganzjahresradfahrer war es zum Teil sehr schwierig und herausfordernd, mit dem Rad zur Arbeit zu kommen. Aber es war auch zum Teil wunderschön.

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Aber ich habe auch gesehen, das bei diesem Wetterextremen viele Autos nicht ihr Ziel erreicht haben. Entweder sind sie liegen geblieben oder gar nicht erst los gekommen. Das Fahrrad kann man halt auch mal ein Stück tragen, wenn fahren nicht mehr geht ;-).

Ganz wichtig ist natürlich die richtige Kleidung, dazu habe ich hier schon einmal einen Beitrag verfasst.

Winter

Aber natürlich braucht es auch das richtige Fahrrad, mit der richtigen Ausstattung, ganz wichtig der Reifen. Bei Schnee am besten grobstollig und mit Spikes. Ebenso ist ein Nabendynamo mit einer guten Beleuchtung ein absolutes must have. Gerade wenn die Radwege nicht geräumt sind und man auf der Straße fahren muss.

Winter_Riemen4

Als die ersten Riemenantriebe ans Fahrrad kamen, wurde noch gesagt, das es im Winter durch Schnee und Eis zu Problemen kommen könnte. Es würde nicht empfohlen einen Riemen im Winter zu nutzen. Aktuell kann ich sagen, das der Riemen im Winter mit der Rohloff, das System ist, das bei mir eigentlich nie Probleme macht. Vor allen Dingen, wenn das Rad während der Arbeit, draußen stehen muss. Ich kann mich noch sehr gut dran erinnern, das mir öfter die Ritzel durch Schnee und Eis bei der Kettenschaltung vereist waren. Wenn man Glück hatte, hat man morgens einen Gang eingelegt, der dann steigungstauglich war. Sonst hatt man mit dem Singelspeed (das man dann nur noch hatte) ein echtes Problem, weil nur noch ein Gang ging und alles andere eingefroren war. 

Winter Natürlich ist eine gute Bremse auch wichtig, absolut unproblematisch ist die TRP Spyre. Fahre ich schon mehrere Jahre.

Also mit dem Rad zur Arbeit geht auch im Winter bei Schnee. Einfach mal probieren.

 

 

 

 

 

Jahreskilometer 2020

Ein Freund erzählet mir irgendwann einmal, das er es schaffen möchte 10000 KM mit dem Fahrrad in einem Jahr zu fahren. Damals habe ich für mich gedacht, das ist etwas das ich wohl niemals schaffen werde. 2016 bin ich 5639 KM gefahren. Dann habe ich gedacht, versuch dochmal das nächste Jahr wenigstens 6000 KM zu erreichen. 2017 standen dann 6348 KM auf dem Tacho. Das nächste Ziel war dann die 7000 KM zu erreichen. 2018 habei ich dann 7823 KM gefahren. Nun war meine Ziel die 8000 KM zu knacken, 2019 habe ich 9528 geschafft. Im März 2020 habe ich gedacht wenn du dir 2020 das Ziel setzt eine KM Leistung von 834 KM / Monat zu schaffen und darauf hinarbeitest, dann könnte es ggf. etwas werden mit den 10000 KM/Jahr. Im März kam dann Corona und ich hatte eingetlich geplant wieder 10 Tage in Texas zu sein. Der Flug wurde gecancelt. Also hatte ich 10 Tage Zeit die fehlenden Kilometer aus Januar und Februar nachzuholen. Ende März war das Ziel erreicht für die ersten 3 Monate. Nun hieß es dran bleiben. Ob die gelanten größeren Touren klappen würden, stand in den Sternen. Also habe ich die Hin- und Rückwege zur Arbeit verlängert. Dann hat es im Juni ganz knapp geklappt die Via Claudia Augusta zu fahren und auch der Mainradweg war noch drin. Ende Oktober hatte ich dann die 10000 KM geschafft. Meine Corona Projekt 2 war erreicht. Nunn wollte ich wissen was denn jetzt möglich ist. Am 31.12.20 hatte ich dann 11725 KM erreicht. Jetzt werde ich mal schauen ob ich mir für dieses Jahr das Ziel setze die 12000 KM zu erreichen. Aber genau weiß ich das jetzt noch nicht. Das würde ja bedeuten 1000 KM im Monat zu fahren.

Eine auf jeden Fall schöne Sache ist zu schauen wie die Co ² Einsparung ist. Das kann man hier für sich ausrechnen.

So sieht meine CO ² Einsparung auf den vielen schöne Kilometern in 2020 aus.

CO2-einsparung

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Alles Gute für 2021

Wir wünschen euch für 2021 alles, alles Gute und viele schöne Kilometer auf euren Rädern. Natürlich hoffen wir, das wir im neuen Jahr wieder die Freiheit haben auch im Ausland unsere Runden zu drehen und durch das Virus nicht mehr so eingeschränkt sind. In diesem Sinne kommt gut ins Jahr 2021.

feuerwerk

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Tandem oder Singel Bike wo sind die Vorteile wo die Nachteile?

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Tandem oder Singel Bike welches ist die beste Art für Paare mit dem Rad zu Reisen? Wir können hier entweder das Patria Terra oder das Santos Doubel Travel empfehlen. Wir haben ja schon beide Varianten ausgiebig getestet. Aber es ist wie bei allen Sachen, es gibt keine klare Empfehlung für eine der beiden Arten, sondern man kann diese Frage eigentlich nur damit beantworten: Es kommt darauf an.

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Vorteile Tandem:

  • Man kommt immer zusammen an.
  • Man kann sich gut unterhalten.
  • Jeder gibt was er kann.
  • Es gleicht Leistungsunterschiede aus.
  • Auf flachen Etappen ist man sehr zügig unerwegs.
  • Man reist mit weniger Gepäck, das ist der Tatsache geschuldet das man weniger mitnehmen kann und eigentlich ein Vorteil (man kann auch mit Anhänger fahren z.B. BoB Yak und dann soviel Gepäck mitnehmen wie auf Einzelrädern)

Nachteile Tandem:

  • Geringere Zuladung.
  • An den Steigungen ist man langsamer als mit Einzelrädern.
  • Größerer Wendekreis.
  • Derjenige der mehr gibt, ist abends denn meistens auch etwas müder als wenn er alleine radelt.
  • Ist schwerer zu transportieren mit Auto, Bahn oder Flugzeug.
  • Man muss den gleichen Rhythmus beim Treten finden.

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Vorteile Solorad:

  • Man kann mehr Gepäck mitnehmen, das ist vor allen Dingen wenn man für 3-4 Jahreszeiten packen muss ein Vorteil.
  • Ist wendiger.
  • Einfacher zu tranportieren mit Auto, Bahn und Flugzeug.
  • Einkäufe kann einer allein erledigen.
  • Steigungen sind leichter zu bewältigen, das liegt bei der Rohloff z.B. daran das man die Nabe für ein Einzelrad leichter übersetzen darf als für ein Tandem.
  • Jeder kann seine eigene Frequenz treten.

Nachteil Solorad:

  • Man kann sich nicht oder schlechter unterstützen.
  • Jeder kämpft alleine.
  • Man nimmt ggf. mehr mit, als man eigentlich braucht.
  • Kommunikation ist schwieriger.
  • Der stärkere Fahrer/-in muss sich immer bremsen, der schwächere fährt ggf. immer am Limit.

Fazit

Aktuell finden wir es super unser Tandem im Sommer (weniger Gepäck) an Flussradwegen oder auf Touren in flacherem Terrain zu bewegen. Wenn Steigungen, dann müssen es für uns nicht die Alpen sein mit dem Tandem. Was nicht bedeutet das, das nicht mit einem Tandem funktionieren würde. Das setzt dann aber zwei konditionell gleich starke Partner voraus, die es lieben Stiegungen zu fahren.

Die stärken bei den Solorädern liegen in bergigerem Gelände und das man mehr Gepäck mitnehmen kann, das ist für uns dann wichtig wenn man in mehreren Klimazonen unterwegs ist.

Also Tandem oder Solobike, wie schon oben geschrieben, es kommt darauf an ;-). Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile.

 

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